Was Familien wünschen

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Reichertsheim - Zum ersten Mal gab es jetzt in Reichertsheim ein Familienforum. Ganz oben auf der Wunschliste stand die Verkehrsberuhigung.

Kinder und Familien seien das Herzstück einer Gemeinde. Aber: "Um ein Kind groß zu ziehen, muss nicht nur die Familie, sondern das ganze Dorf zusammenhelfen", zitierte Bürgermeisterin Annemarie Haslberger ein Sprichwort. Die beiden Familienbeauftragten der Gemeinde, Veronika Fluhrer und Margit Holzner, hatten mit ihr in den Gutsgasthof Thambach eingeladen. Matthias Ettinger vom Amt für Jugend und Familie am Landratsamt Mühldorf moderierte den Abend.

Was gibt es alles in der Gemeinde, war die erste Frage zur Bestandsanalyse an die vielen anwesenden Frauen und Männer. Von den Eltern-Kind-Gruppen über Schule, Blaskapelle, Feuerwehr, Ministranten, Dorfladen, Milch frei Haus, Yoga, Wohnpflege, Kabelkonfektion bis zu Schlittenberg und Dorfweiher wurde vieles genannt. Eine Menge sei geboten für eine Gemeinde mit 1600 Einwohner, so der erste Eindruck von Matthias Ettinger dazu.

Im zweiten Schritt wurden Bedürfnisse und Wünsche gesammelt. Geanannt wurde dabei von den Reichertsheimern ein Spielplatz, ein Radweg von Reichertsheim nach Ramsau, ein Radweg "um den Stock", eine verbesserte Einfahrt in den Ort Reichertsheim und Kinderturnen, eine Tempo-30-Zone im Ort. Die Jugend nannte die Raumgestaltung und eine neue Küche im Jugendraum. Weiter wurden Einradparcours, Mittagsbetreuung an der Schule, Bänke in den Dörfern und DSL notiert. Neue Ideen sind ein Mehrgenerationentreff, in dem beispielsweise Senioren Kindern das Handarbeiten wie das Stricken, das Werken mit Holz oder den Wald, die Natur nahe bringen oder ihnen alte Kartenspiele lernen könnten.

In der Detail-Bewertung kristallisierten sich sieben Ziele heraus. Am häufigsten genannt wurden dabei Zone 30 und Verkehrsberuhigung in den Dörfern. Kontrolle sei nötig, am einfachsten ein Messschild, das die Geschwindigkeit anzeigt, in Reichertsheim und in Ramsau abwechselnd. Ein Radweg von Reichertsheim nach Ramsau ist laut Bürgermeisterin sehr schwierig zu verwirklichen, der Radweg um den Stock sei dagegen eine Maßnahme der Dorferneuerung und in Arbeit. Ebenso wird ein Kinderspielplatz geplant für den neuen Kindergarten, der Spielplatz des jetzigen Kindergartens sei dann öffentlich benutzbar.

Auch für weitere Anliegen gab es Ansprechpartner. Was wirklich zustande gekommen ist, so Matthias Ettinger, werde beim zweiten Familienforum in einem halben Jahr besprochen, zu dem auch neue Teilnehmer kommen können.

aw/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © PA

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