Fast 50 offene Schultüren

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Jazzbands spielten, Chöre sangen und in der Aula machten die Besucher begeistert mit beim Volkstanz.

Wasserburg - Samstags in die Schule gehen klingt eigentlich nicht verlockend, aber das Luitpold-Gymnasium Wasserburg war am Tag der offenen Tür bestens besucht.

"Wir wollten unabhängig von der offiziellen Einweihung alle Interessierten einladen, den neu sanierten Mittelbau zu besichtigen", erzählte Petra Müller, Lehrerin und Mitarbeiterin der Schulleitung. "Dann haben sich so viele Klassen beteiligt, dass ein richtig buntes Programm zustande gekommen ist."

Spannende Experimente.

Hinter fast 50 Türen, Eingänge oder Verbindungstüren nicht mitgezählt, gab es für Groß und Klein tatsächlich viel zu entdecken. Spannende Physikexperimente wie die fliegenden Teebeutel zum Beispiel, die über staunenden Köpfen schwebten. Daneben zauberten Mädchen verschwommene Kunstwerke aus bunt bemalten Papiersternen und weihten die Umstehenden in die Geheimnisse der Papierchromatografie ein.

Woanders wurde Theater gespielt, Schüler führten Sketche auf, und mit Stomp in der Turnhalle, Volkstanz in der großen Aula, Jazzbandproben und Chorsingen war auch musikalisch jede Menge zum Mitmachen oder Zuhören geboten.

Sogar hauseigenen Honig gab es.

Der Bildungsauftrag kam dabei natürlich trotzdem nicht zu kurz. Wer mit seinem Ergebnis im Europaquiz unzufrieden oder mit dem physikalischen Schulhausrätsel überfragt war, konnte sein Wissen direkt in einer der vielen Schnupperunterrichtsstunden auffrischen. Die effektivste Vokabellerntechnik dagegen ließ sich in einem Lernzirkel spielerisch erproben.

Spaß mit Kunst und Technik.

Informationen zu den Themen Energie und Umwelt fand man nicht nur an anschaulichen Stellwänden, sondern auch durch körperlichen Einsatz: Auf einem Energierad durfte jeder tüchtig treten, um Fön oder CD-Player mit Strom zu versorgen. "Die Energiesparlampe leuchtet viel schneller als die andere Lampe", stellte die elfjährige Alisa fest, als sie tapfer strampelte. Bisher hatte sie sich wenig Gedanken über Stromverbrauch gemacht, "aber das ist echt interessant."

Genauso wie der CO2- Fußabdruck, den jeder Verbraucher mit seinem Konsumverhalten hinterlässt. Mit anschaulichen Plakaten und großem Buffet klärte eine Klasse über das richtige Einkaufen und den Sinn saisonaler und regionaler Produkte auf. Da kam der hauseigene Honig gerade Recht, den einige Schüler selbst geimkert hatten und bei einem klugen Vortrag präsentierten.

Der veränderte Mittelbau war also nur eine der Attraktionen am Samstag. "Die Mitmachsachen waren toll", schwärmte Familie Hangl aus Rott, als die Godiband gegen zwölf Uhr das Abschlusskonzert spielte.

Sohn Tobias Hangl ist in der sechsten Klasse des Gymnasiums, wo die Eltern selbst schon die Schulbank gedrückt haben. "Leider konnten wir an dem Vormittag gar nicht alle Programmpunkte besuchen", meinte das Paar am Ende, "aber es war einfach schön, mal wieder da zu sein."

sus/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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