Ferienprogramm kommt sehr gut an

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Gummibärchen selber machen: In der Tradition alter Pastillen und Kräuterplätzchen sieht die Jakobs-Apotheke die "Ursulini elastici", die von den Kindern im Ferienprogramm selbst zusammengemischt, aufgekocht und in Formen gegossen wurden (Foto). Dass Gelantine und Zucker als Hauptbestandteile nicht unbedingt Heilpotenzial haben, störte dabei die Schleckermäuler sicher nicht, denen Andrea Eck (im Bild) und Sabine Seidl an den drei ausgebuchten Terminen über die Schulter schauten.

Wasserburg  - Endlich Hochsommer - und gleichzeitig Höhepunkt im Sommerferienprogramm. Gut sei es bisher gelaufen, so Koordinatorin Irene Langer in einer Zwischenbilanz.

Das Angebot war dieses Jahr wieder riesig. Das ist inzwischen wohl auch im Bewusstsein der Eltern: Kampfszenen um Plätze am ersten Anmeldetag im Rathaus gehören der Vergangenheit an. "Das hat sich eingespielt und ist inzwischen in zwei Stunden vorbei", so Irene Langer, als Jugendreferentin des Stadtrates für das Programm zuständig.

Eingespielt hat sich auch der Umfang. Nachdem letztes Jahr ein besonders opulentes Jubiläumsprogramm aufgelegt worden war, hat es heuer wieder Normalgröße. Es habe sich 2010 gezeigt, dass für noch mehr Angebote kein Bedarf bestehe, so Langer.

Willkommene Betreuung

Vor allem in den ersten Ferienwochen, wenn viele Eltern noch arbeiten müssen, freuen sich aber die Familien über die Entlastung bei der Kinderbetreuung - besonders, wenn wie heuer das Wetter alles andere als feriengemäß ist. Die Organisatoren haben darauf mit einem einwöchigen Zeltlager und zwei Wochen Ganztagsbetreuung im Jugendzentrum reagiert. "Das ist wieder sehr gut angenommen worden", sieht sich die Jugendreferentin bestätigt.

Auch wenn im Jugendzenrum ehrenamtliche Jugendliche die Hauptarbeit bei der Kinderbetreuung geleistet haben: Die Verantwortung lag bei "Profis", ein Trend, der sich quer durch das Angebotsheft zieht und von Jahr zu Jahr stärker wurde. Das reicht vom Wasserburger Veranstalter spezieller Reisen über eine Künstlerin bis zu einem "Sport-Service-Teamwork".

Von den Vereinen, auf deren Einsatz vor 25 Jahren das komplette Programm basierte, sind nur mehr wenige übrig geblieben, "und die machen es teilweise auch nur mehr aus Treue zu uns", so Irene Langer. Zum Beispiel die Fischer: Eigentlich sind die mit ihrer eigenen Jugendarbeit schon voll ausgelastet. "Wenn dann auch noch vom Ferienprogramm welche weiter machen wollen, kommen die in Probleme."

Auch Wasserwacht, Bergwacht oder Alpenverein sucht man heuer vergeblich. "Die Ehrenamtlichen sagen mir bei der Vorbereitung, dass sie einfach keine Kapazitäten mehr haben." So gesehen werde es nicht einfacher, das Angebot zusammenzustellen, fasst Irene Langer die Erfahrungen ihres Teams zusammen - auch, weil gleichzeitig immer mehr kommerzielle Anbieter von außerhalb ihre Dienstleistungen unterbringen wollen.

Aber auch die "Profis", die bisher beispielsweise mit den Kindern Theaterarbeit gemacht haben, sind diesmal ausgestiegen, "leider", bedauert Langer einige inhaltliche Lücken, die sich in den letzten Jahren ergeben haben.

Noch freie Plätze zum Ferienausklang

Andererseits gibt es klassische Programmpunkte, die schon seit Jahren gleich nachgefragt sind: die Fahrt zum Bayernpark, Zeltlager, die Kirchturmbesteigung oder in der letzten Zeit die Angebote der Bibliothek. So sei einiges ausgebucht gewesen, anderes gut nachgefragt. Und nur bei ganz wenigen Veranstaltungen war die Nachfrage schwächer. Beispielsweise steht die Fahrt zum Flughafen am 6. September noch auf der Kippe, weil die Mindestzahl noch nicht erreicht ist.

Dafür kann man sich - möglichst rasch - noch anmelden (Telefon 1 05 14). Und auch für andere Angebote in den letzten zwei Ferienwochen gibt es noch freie Plätze.

koe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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