Solarausbau weiterhin gefordert

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Der Stopp der Errichtung einer weiteren Solaranlage auf dem Feuerwehrhaus war völlig unerwartet gekommen.

Rott -  Die Gesellschafterversammlung der "Bürger-Solarkraftwerk Rott GmbH" fordert weiterhin den Solarausbau - dies steht der Entscheidung des Gemeinderats gegenüber.

Der vom Gemeinderat in letzter Sekunde gestoppte Bau einer weiteren Solarstrom-Anlage auf dem Feuerwehrhaus beschäftigte die Versammlung sehr. Man blickte nämlich auf ein eher ungünstiges Jahr zurück.

Wetterbedingt hatte es eine geringere Stromeinspeisung gegeben. Finanzberaterin Renate Erb-Jahn stellte einen ausführlichen Kostennachweis zur Bilanz 2010 vor, in dem sich schließlich ein Jahresüberschuss von 2324,87 Euro errechnete, fast 1200 Euro weniger als im Vorjahr.

Geschäftsführer Martin Kaltenhauser-Barth erläuterte die Leistungen der beiden Anlagen auf dem Dach der Schule und auf dem Wertstoffhof, wobei der Wertstoffhof wie immer eine geringere Leistung erbrachte. Das könne man nur zum Teil mit der Beschattung durch die Bäume erklären, aber in Summa sei man bei beiden Anlagen immer noch über dem ursprünglich errechneten Ertrag.

Die Anlage auf der Schule wies 2010 eine Jahreserzeugung von 14.714 Kilowattstunden auf, die im Tal auf dem Wertstoffhof 12.216 Kilowattstunden. Beide Anlagen hatten keinerlei Schäden zu vermelden. Schneeräumen auf den Anlagen, so der Fachmann Kaltenhauser-Barth, sei nicht zu empfehlen, eventuell aber eine Reinigung mit Wasser, deren Notwendigkeit auf der Wertstoffanlage aber noch nicht erwiesen sei. Bei einem Preis dieser Reinigung von zirka 380 Euro wollte die Versammlung diese Aktion einstimmig ins Auge fassen, die Geschäftsführung wird drei Angebote einholen.

Der Stopp der Errichtung einer weiteren Solaranlage auf dem Feuerwehrhaus beschäftigte die Gesellschafter sehr, da diese Entscheidung völlig unerwartet gekommen war. Die damals wohl ausschlaggebende Sorge, dass die Anlage den für die Feuerwehr wichtigen Funkverkehr störe, habe sich inzwischen als nichtig erwiesen, auch eine Beeinträchtigung des Ortsbildes durch Solaranlagen auf den Dächern bestehe nicht. Zweiter Bürgermeister Dr. Jürgen Hüther empfahl, die Ladung eines Solarfachmanns beim Gemeinderat zu beantragen, damit dieser informieren könne. Dies soll möglichst bald geschehen, damit man der zu erwartenden Reduzierung der Einspeisevergütung für eine neue Anlage zuvorkommen könne, stellte das Gremium fest.

Die entsprechende Finanzierung sei schnell zu bewerkstelligen, erklärte Geschäftsführerin Carola Kahles, dazu erhielt sie den Auftrag der Versammlung. Auch neue Bausteine sollen angeboten werden, dafür gebe es etliche Interessenten, hieß es. Wie immer könne jeder Bürger kostenlose Informationen auch in Sachen privater Solaranlagen beim Bürger-Solarkraftwerk erhalten, betonten die Gesellschafter zum Abschluss der Versammlung.

ags/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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