Feuerwehr: Ein Fest, zwei Anlässe

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Generationenweises Probesitzen auf der Ladefläche des neuen Fahrzeuges.

Edling - Als ein Doppel-Duplex-Ereignis hat Bürgermeister Matthias Schnetzer das Feuerwehrfest in Edling bezeichnet.

Schließlich fiel hier die kirchliche Segnung des neuen Versorgungsfahrzeuges mit der offiziellen Einweihungsfeier für den Anbau des Feuerwehrhauses zusammen.

Auch der Bürgermeister hatte beim Fest gleich mehrere Funktionen auf einmal zu erfüllen: Auch als Schirmherr des Festes sowie jahrzehntelanger aktiver Feuerwehrmann war er gefordert. Deshalb trug Schnetzer die Amtskette des Ortsvorstehers zusammen mit der Uniformjacke der Feuerwehr.

Fahrzeug- und Gebäudeweihe

Der "Bacher Ferdl" als Vereinsvorstand begrüßte die zahlreichen Fest- und Ehrengäste, dazu Feuerwehrvertreter des Landkreises und politische Vertreter von Bezirk und Staatsregierung. Der Einladung zum Feuerwehrfest nachgekommen waren 21 Fahnenabordnungen mit den Mitgliedern der Gastvereine sowie alle Ortsvereine und natürlich die Aktiven und Angehörigen der Edlinger Feuerwehr als Festverein. Zum kirchlichen Segen durch Pfarrer Georg Lindl hatten sich alle im Halbkreis um das neue Feuerwehrfahrzeug vor dem fertiggestellten Feuerwehrhausanbau aufgereiht.

Bei den Grußworten von Gemeinde und Feuerwehr wurden nicht nur großzügige Geld- und Sachspenden überreicht, sondern auch den vielen aktiven und passiven Feuerwehrmitgliedern und Helfern für den am Neubau freiwillig geleisteten Arbeitseinsatz von mehr als 2000 Stunden gedankt. Dazu kommt noch der Einsatz der örtlichen Handwerksbetriebe und der Mitarbeiter des Bauhofes sowie der Verwaltung. Außerdem notwendig waren rund 500 Arbeitsstunden Eigenleistung für Umbau und Renovierung des bestehenden Feuerwehrhauses.

Für Bürgermeister Schnetzer hat dieser engagierte Arbeitseinsatz aber nicht nur den Bau finanziell ermöglicht, sondern die Verbundenheit aller Beteiligten untereinander und mit dem Bauwerk gestärkt. Entstanden ist so ein deutlich erweitertes Feuerwehrhaus, das nicht nur Platz für den gesamten Fuhrpark mit allen Geräten und einer deutlich erweiterten Ausrüstung bietet, sondern ein zusätzliches Raumangebot für Aufenthalt und Ausbildung der Jugendfeuerwehr schafft.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Gerätewagens hat für Feuerwehrkommandant Günther Wieser das knapp drei Jahrzehnte alte LF 8 Löschfahrzeug ausgedient. Das neue Einsatzfahrzeug GW L2 ist mit Planenaufbau und einer feuerwehrtechnischen Beladung sowie 2000 Metern Schlauch ausgestattet. Es wird allgemein als "Schlauchwagen" bezeichnet und steht in dieser Ausführung im Altlandkreis als einziges Einsatzfahrzeug zur Verfügung.

Weiter verfügt es über eine austauschbare Bestückung von zehn unterschiedlichen Rollcontainern. Dadurch werden unterschiedliche Nutzungen - etwa als Beleuchtungswagen mit überstarkem Stromaggregat, als Ausrüstung für die Behebung von Wasserschäden, für technische Hilfeleistungen im Straßenverkehr und diverse Universaleinsätze - möglich.

Der Bürgermeister überreichte an Feuerwehrkommandant Wieser symbolisch einen Schlüssel für Feuerwehrhaus und neues Fahrzeug.

Viele Festbesucher nutzten die Gelegenheit zur Besichtigung des Feuerwehrhauses mit allen Fahrzeugen und Feuerwehrausrüstung. Von allen Altersstufen stark frequentiert zeigte dabei die Ladefläche des neuen Feuerwehrfahrzeuges eine starke Anziehungskraft.

prj/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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