Übung: Rettung durch Chemikalien erschwert

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Chemikalien erschwerten den Feuerwehrlern die Rettung der Verletzten in den Unfallwagen.

Edling/Ramerberg - "Verkehrsunfall an der Attelbrücke Bruck mit eingeklemmten Personen. Vorsicht: Chemikalien", so lautete die Alarmmeldung für die Feuerwehren Edling, Rott und Ramerberg.

Realistisch dargestellt und in der Dunkelheit auf den ersten Blick nicht als Übung erkennbar, bot sich den Einsatzkräften ein Bild des Schreckens. Verkehrsunfall auf der Attelbrücke in Bruck mit eingeklemmten Personen im zweiten Unglücksfahrzeug an der schwer zugänglichen Uferböschung, hieß eine Alarmmeldung für die Feuerwehren aus Edling, Ramerberg und Rott sowie das Rote Kreuz aus Wasserburg. Außerdem stellten gefährliche Chemikalien eine Herausforderung an die Einsatzleitung.

Und dann musste auch noch ein AKmerad, der sein Bein zwischen Betonröhre bekommen hatte, befreit werden.

Nach dem Grundsatz "Ruhe bewahren und den Gesamtüberblick nach Prioritäten ordnen", stand die Beurteilung der ausgetretenen Chemikalien und Eindämmung der Gefahrensituation noch vor der Personenrettung. So wurde die Betreuung, Versorgung und Rettung der Verletzten eingeleitet, nachdem der Einsatzort großflächig abgesperrt und die von den Chemikalien ausgehende Gefahr mit der notwendigen Sorgfalt unter Atemschutz beseitigt war.

Annähernd drei Stunden dauerte die Übung, bei der alle Einsatzkräfte voll gefordert waren. Während der Unfallbeseitigung auf der Brücke und den schwierigen Rettungsmaßnahmen im Böschungsbereich, bei denen drei Schwerstverletzte zu versorgen und mit Schere und Spreizer aus den Wracks der Fahrzeuge zu befreien waren, sorgten weitere Informationen für immer neue Überraschungen. Dazu zählte ebenso eine Meldung, dass ein Kleinkind abgängig sei, wie ein simulierter Notfall in den eigenen Reihen. Demnach war ein uniformierter Helfer mit seinem Bein zwischen die am Straßenrand gelagerten Betonrohre geraten und musste mit schwerem Gerät aus seiner misslichen Lage befreit und dann mit mehreren Knochenbrüchen dem Rettungsdienst übergeben werden. Nach den Aufräumarbeiten trafen sich alle Einsatzkräfte im Edlinger Feuerwehrhaus zur Manöverkritik. prj

Quelle: rosenheim24.de

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