Feuerwehr will Solaranlage selbst betreiben

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Pfaffing - Für einigen Diskussionsbedarf sorgte auf der jüngsten Gemeinderatssitzung erneut die Frage nach der Nutzung der Dachflächen am neuen Feuerwehrhaus.

Die Feuerwehr möchte nach wie vor eine mögliche Solaranlage auf dem Dach selbst betreiben und die möglichen Flächen nicht an das Bürgersolarkraftwerk vermieten.

Als Erstes legte Bürgermeister Lorenz Ostermaier Wert darauf, die Rahmenbedingungen für das mögliche Projekt abzuklären. So beschloss der Gemeinderat, die südliche und westliche Dachfläche für eine mögliche Nutzung zur Verfügung zu stellen. Sollten im Rahmen des Baus oder Betriebs der Anlage neue Schneefangeinrichtungen, eine Statikprüfung des Daches, Blitzschutzmaßnahmen notwendig werden oder eine Störung des Funkbetriebs auftreten, müsste die dadurch entstehenden Kosten der Betreiber tragen.

Auch über den möglichen Pachtpreis für die Dachfläche wurde kurz diskutiert. Schnell war man einig, dass anders als beim Vertrag für die Schuldachfläche eine Preisgleitklausel in den Vertrag soll. "Es wäre eine Möglichkeit, die Höhe der Pacht an die Einspeisevergütung zu koppeln", schlug Nikolaus Wagenstetter schließlich vor. Bis auf Weiteres einigte man sich auf eine Pachthöhe von zwei Euro pro Quadratmeter.

Für den Betrieb der Solaranlage trug Joseph Zollner den Wunsch der Feuerwehr nach Gründung einer GbR vor, in der neben der Feuerwehr die Gemeinde Pfaffing mit zehn Prozent als Gesellschafter beteiligt werden soll. Auf die Nachfrage von Tobias Forstner, ob nicht auch das Bürgersolarkraftwerk als Partner an Stelle der Gemeinde mit ins Boot geholt werden könnte, wurden von mehreren Bedenken geäußert, ob sich diese auf eine so geringe Beteiligung einlassen würden.

"Wieso überlassen wir die Aufgabe nicht ganz dem Bürgersolarkraftwerk? Sie haben Erfahrung und bislang funktioniert alles problemlos, wieso lässt man das nicht so weiterlaufen?", warf Josef Rester in die Diskussion ein. Allerdings meinten mehrere Räte, man solle keine Außenstehenden einbinden, sondern das Projekt in Hand der Feuerwehr und der Gemeinde belassen.

Schließlich wurde der Vorschlag, die Solaranlage mit einer GbR unter Mitwirken der Feuerwehr und der Gemeinde zu betreiben, mit drei Gegenstimmen und einer Enthaltung angenommen.

Wie auch schon in den vergangenen Jahren werden auch 2011 die Bajuwarischen Barbaren in Pfaffing einfallen. Für die Veranstaltung des "Kannibalen Massaker 6, Wolpertinger WUDU" vom 21. bis 24. Juli gab es mit fünf Gegenstimmen das o.k. "Im letzten Jahr hat sich bewiesen, dass das Fest auch ohne Ärger abgehen kann, wir hoffen, dass auch in diesem Jahr die Auflagen eingehalten werden und es wieder so positiv abläuft", so Bürgermeister Ostermaier.

os/Wasserburg Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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