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Juwel mit bröckelnder Fassade

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Die Filialkirche St. Jakob Maior in Schönberg bröckelt an der Fassade. Das soll sich ändern, die Sanierung läuft jetzt an. Das Ordinariat trägt einen Großteil der Kosten, Spenden werden dennoch gebraucht.

Die Filialkirche St. Jakobus Maior in Schönberg in der Gemeinde Babensham ist ein Juwel, das der Region ihr charakteristisches Gepräge gibt. Die Kirche wurde, so die Fachliteratur, um 1500 errichtet. Eine Besucherinschrift ("Hic

Babensham - Eine Außenrenovierung der Katholischen Filialkirche St. Jakobus in Schönberg ist in Planung. Auch die Innenausstattung soll restauriert werden. Die Konservierungsmaßnahmen an der über 500 Jahre alten Kirche müssen im Rahmen eines knapp sechsstelligen finanziellen Volumens vollzogen werden.

Im Innenraum sollen das Gestühl, verschiedene Skulpturen, Gemälde, die bemalte Emporenbrüstung und die drei Altäre konserviert werden. Eine Reinigung und Festigung der Oberfläche wurde bereits am rechten Seitenaltar mit dem Heiligen Sebastian auf einem zentralen Holztafelgemälde durchgeführt. Auch der reich gestaltete Hochaltar mit dem Heiligen Jakobus, der auf dem Altarblatt zusammen mit Nikolaus und Rupert dargestellt ist, soll auf diese Art renoviert werden, ebenso der südliche Seitenaltar mit einem Mariahilf-Bildnis.

Eine hochwertige, aufwendig geschnitzte Skulptur aus dem Umkreis der Bildhauerfamilie Zürn, entstanden um 1630/40, ist die Darstellung des Heiligen Michael. Diese knapp einen Meter hohe, mehrfarbig gefasste Figur befindet sich derzeit für eine Befunduntersuchung im Kunstreferat des Ordinariats.

Gedacht ist auch an eine Restaurierung der unteren Emporenbrüstung. Hier handelt es sich um eine farbige figürliche Malerei mit Christus, Maria und den zwölf Aposteln.

All diese Arbeiten sollen sich weitgehend auf konservatorische Maßnahmen beschränken. Die Kirche muss in ihrem gealterten Erscheinungsbild erhalten bleiben, so die Maßgabe des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege.

Der Wandel der Kirche lässt sich anschaulich auf drei Gedenktafeln aus den Jahren 1707, 1784 und 1800 erkennen.

An der Westseite der Außenfassade und am Turm sollen Putzausbesserungen erfolgen. Freigelegt werden soll der knapp ein Meter breite Fries unter dem Dachgesims, der um die ganze Kirche verläuft, ähnlich wie an der Kirche in Kirchloibersdorf.

Den Anstoß für diese Restaurierungsmaßnahmen hat der Burschenverein St. Martinus gegeben. Dessen Mitglieder hatte - wie auch viele andere Kirchenbesucher - das äußere Erscheinungsbild mit bröckelndem Putz im Fassaden- und Turmbereich gestört. Nach Befunduntersuchungen im Auftrag des Landesamtes für Denkmalpflege durch den Kunsthistoriker Dr. Gerald Dobler ist Architekt Florian Obermayer aus Griesstätt zum Projektleiter für die erforderlichen Maßnahmen bestellt worden.

Diese werden laut Obermayer Schritt für Schritt im Kostenrahmen vollzogen. Einen Großteil der Aufwendungen wird das Erzbischöfliche Ordinariat tragen, doch um die Arbeiten, wie geplant, durchführen zu können, hofft man auf Gelder privater und öffentlicher Spender.

mjo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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