Fortissimo ins Jubiläum

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"Aufgemerkt": Der Bachchor unter der Leitung von Angelika Heder-Loosli bei der Probe im Bürgerhaus.

Wasserburg - "Musik für Gott" - Das ist ein Schwerpunkt des Bach-Chores, einer Gruppe von talentierten Sängerinnen und Sängern aus Wasserburg und der Umgebung. Dieses Jahr feiern die rund 60 Mitglieder das 25-jährige Bestehen der Vereinigung.

Überrascht ob der hohen Anzahl an Interessierten zeigten sich die Sängerinnen und Sänger am 23. September 1985 beim ersten Treffen im Musiksaal der Realschule. 60 Personen aus Wasserburg und der näheren Umgebung erschienen und bis heute zählt der Wasserburger Bach-Chor noch immer ähnlich viele Mitglieder. Neun der 60 Interessenten von damals sind jetzt noch aktiv. Nun feiert der Bach-Chor 25-jähriges Jubiläum.

So wird es dieses Jahr ein besonderes "Schmankerl" geben: Die Mitglieder schenken sich selbst eine fünftägige Reise zu einem Chorfestival in Montecatini Terme, in der Nähe von Florenz. Insgesamt werden acht Chöre aus europäischen Ländern dort zusammenkommen und an drei Konzertabenden die Besucher mit ihrer Musik faszinieren. Der Bach-Chor selbst singt hierbei am Sonntag, 28. März, um 21 Uhr das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart quasi als "Warmsingen" für den Auftritt am Karfreitag, 2. April, um 20 Uhr im Wasserburger Rathaussaal.

Große Faszination werden vermutlich auch die weiteren Auftritte des Chors im Jahresverlauf auf die Besucher ausüben. So stellen die Mitglieder die Carmina Burana von Carl Orff im Rahmen der Landesgartenschau in Rosenheim am Samstag, 3. Juli, um 19 Uhr auf der großen Bühne "Open Air" dar. Im Rathaussaal zeigt der Chor dies erneut am Sonntag, 4. Juli, ab 20 Uhr.

Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, in zwei Auftritte geteilt, findet am Samstag, 28. November, um 17 Uhr in der Pfarrkirche in Rott statt. Am Mittwoch, 29. Dezember, um 20 Uhr im Rathaussaal wird der zweite Teil aufgeführt. Dort zeigen die Musiker auch ein Weihnachtsoratorium für Kinder, ebenfalls von Bach, am Dientag, 28. Dezember, um 17 Uhr.

Die Geschichte des Chores fußt auf einem "persönlichen Urerlebnis" der heutigen Leiterin Angelica Heder-Loosli. Mit 14 Jahren konnte sie einen der begehrten Plätze für die Johannespassion in München, dirigiert vom Gründer des Münchener Bach-Chores, Karl Richter, ergattern. Ab da war ihr Traum, "in einem solchen Chor mitzusingen". Zum 20-jährigen Jubiläum führte ihr Ensemble dann selbst die Johannespassion auf.

Die Erfolge sind neben der handwerklichen Kunst der Mitglieder auch der Tatsache zu verdanken, "dass wir meinen, was wir singen", betont Angelica Heder-Loosli. "Wenn wir das Gloria anstimmen, lobpreisen wir Gott auch mit unserem Herzen", äußert die Gesangspädagogin weiter. Daher kommt auch die Namensgebung und des Chores: Johann Sebastian Bachs Ausrichtung war es stets, Musik zu Ehren Gottes zu machen.

Neben der ähnlich bleibenden Mitgliederzahl hat sich auch sonst gar nicht so viel geändert, da eine regelmäßige Planung herrscht: Seit der Gründung wird immer montags im Mehrzweckraum des Bürgerhauses geprobt, zusätzlich noch ungefähr alle zwei Monate an einem Samstag. Des Weiteren wird in jedem Herbst ein gemeinsames Wochenende an einem besonderen Ort verbracht, meist in einem Kloster im süddeutschen Raum, wo dann intensiv geprobt wird.

Zweimal im Jahr finden die großen Konzerte statt, die im Rathaussaal oder einer Kirche der Region aufgeführt werden. Das von der Gründerin Angelica Heder-Loosli außerdem 1991 gegründete Kammerorchester, das Bach-Collegium, unterstützt die Gruppe hierbei.

mat/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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