Frühlingsfest: Verantwortliche sind zufrieden

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Musik ist Geschmackssache. Die einen bevorzugen die Stadtkapelle, die anderen stehen auf die AC/DC-Coverversionen der Moosner.

Wasserburg - Auch wenn das Wetter am Wochenende nicht mitspielte, so sind die Mienen der Frühlingsfest-Macher eher heiter: Sie sind mit der Gesamtsituation durchaus zufrieden. **Frühlingsfest-Special**

Special:

Wasserburger Frühlingsfest

Am Mittwochabend war es so heiß, dass sich die Nachfrage an den Fahrgeschäften sehr im Rahmen hielt. Am Samstag schüttete es den ganzen Tag und Achterbahn und Co. blieben leer. "Wir tun ja, was wir können. Aber am Wetter können wir nun mal nichts ändern", stellt Platzmanager Willi Atzenberger fest. Dass die Schausteller am Sonntag sehr auf einen sonnigen Familiennachmittagsmontag hofften ist mehr als nachvollziehbar.

Eindrücke aus dem Sternenzelt

Kaum Auswirkungen hatte das wechselhafte Wetter auf den Besuch im Festzelt. Da waren am Freitag und Samstag abends alle zu reservierenden Tische ausgebucht, schon mittags war das Festwirtsehepaar Gerti und Hans Obermaier im Zelt unterwegs, klebte die Zettel auf die Tische. Wer in einer größeren Gruppe erst nach 20 Uhr eintrudelte, hatte Probleme, noch einen Tisch zu finden. "Da hat der eine oder andere schon geschimpft. Die Leute sind's halt noch nicht gewohnt, dass sie reservieren müssen - oder früher herkommen", sieht Gerti Obermaier das entspannt.

Rundgang in der Nacht

Als Alternative zum Festzelt war das Sternenzelt gedacht. Mit den Jahren hat es sich zur beliebten Tanzparty entwickelt.

Mit dem wachsenden Erfolg des Frühlingsfestes wächst auch das Parkplatzproblem. Denn nur die wenigsten Festgäste kommen mit dem Bus oder dem Taxi. Der Badria-Parkplatz und der Parkplatz am Universum reicht an besucherstarken Tagen schon lange nicht mehr aus. Inoffizieller Ausweichparkplatz ist mittlerweile am Anfang der Alkorstraße an den Märkten, einige Verzweifelte - oder Optimisten - probieren es gar am Fröschlanger und in der Dobl-Siedlung, meist vergeblich.

Bierzelt - Teil 3

Ganz ohne Pannen kann ein Fest dieser Größenordnung nicht über die Bühne gehen. Während am Eröffnungsabend der Biernachschub irgendwann wegen Umstellung von Container auf Fass langsamer kam als erwünscht, ging am Tag der Nachbarschaft und Vereine der Festküche ein Gericht aus. Um halb acht hörten zahlreiche Festgäste bei der Bestellung von Kellnerin oder Kellner "hoffentlich wollen's ka Hendl" - ausgerechnet die begehrten Gickerl waren gut, aber aus.

Bierzelt - Teil 2

Im Festzelt bleib es, auch dank der Sicherheitskräfte, weitgehend friedlich, "kleinere Reibereien lassen sich bei so vielen Leuten nicht vermeiden", so Willi Atzenberger. Mit der Gratwanderung zwischen dem Ausschank von Alkohol und den Folgen des Alkoholkonsums müssten die Veranstalter leben. "Aber wenn's so weitergeht, können wir zufrieden sein".

Bierzelt - Teil 1

Ärger gibt es laut Atzenberger vor allem mit den ganz jungen Gästen, den 14- bis 16-Jährigen, die von den Älteren Akohol weitergereicht bekommen. Da mussten die Sicherheitskräfte öfter eingreifen. Und wenn das so weitergehe, komme man wohl in Zukunft um Ausweiskontrollen nicht herum, befürchtet Atzenberger. Ganz andere Erfahrungen machte an diesem Wochenende die Polizei. Sie wurde zu mehreren Schlägereien gerufen und stellte verblüfft fest, dass die Beteiligten alle Mitte 20 und aufwärts waren. Allerdings war das deutlich nach Ausschankschluss im Fest- und Sternenzelt. "Die Stunde zwischen 3 und 4 Uhr hat sich als besonders gefährlich erwiesen", so Helmut Herreiner von der Wasserburger Inspektion.

Auffällig jung war das Publikum, nicht nur am Wochenende, auch unter der Woche. Eine Entwicklung, die dem Platzmanager nicht so ganz behagt. "Wir sind ein Volksfest, keine reine Partymeile. Wir brauchen das gesamte Altersspektrum, nicht nur die Jungen", findet Atzenberger. Die Mischung aus jung, mittel und älter, die war am Samstagnachmittag an 36 Tischen zu finden. Beim traditionellen Preisschafkopf unter der Leitung von Fritz Danzl. Gewonnen hat "a junger Bursch'", Stefan Schröder erspielte sich die 400 Euro Preisgeld.

Am heutigen Nachmittag wird das Geschehen am Frühlingsfestplatz von den ganz, ganz jungen Festgästen dominiert, am Schlusstag ist tradtionell von 14 bis 18 Uhr Familiennachmittag. Ab 18 Uhr gibt's Kesselfleisch und dann setzen "D'Moosner" den musikalischen Schlusspunkt unter das Frühlingsfest.

Dann ist elf Monate Frühlingsfestpause bis es am 25. Mai 2012 um kurz nach 19 Uhr erneut heißt: "Ozapft is!"

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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