Frühstück mit Blick auf See und Gleise

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"So sieht es auf dem Plan aus - und so am Bau", erklärte Michael Kas (links) den Mitgliedern des Bauausschusses bei der Begehung des Reitmehringer Bahnhofes.

Reitmehring - "Frühstück mit Blick auf den See - ein Traum!" Michael Kölbl kam bei der Begehung des Bahnhofs Reitmehring beim Blick aus dem Fenster glatt ins Schwärmen.

Das Brucktorensemble ist fertig, die Hauptschulsanierung hat noch nicht begonnen, eine Großbaustelle hat die Stadt mit dem Bahnhof in Reitmehring aber dennoch. Wie es da aussieht, das schaute sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung an.

Architekt Horst Weinmann und der für die Haustechnik zuständige Planer Michael Kas führten durch das Bahnhofsgebäude, das im Inneren Ähnlichkeit mit einem Rohbau hat. Denn der größte Teil der Arbeit der vergangenen Wochen und Monate fand an der Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik statt, ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen.

13 Bohrungen bis auf 53 Meter Tiefe wurden beispielsweise für die Erdwärmeheizung vorgenommen, die notwendige Technik im Kellergeschoss untergebracht. Auf dem Dach des Bahnhofsgebäudes thront jetzt eine Solaranlage, die Wärme des Backofens der ins Erdgeschoss ziehenden Bäckerei Straßgütl wird eingefangen und zur Beheizung des Gebäudes benutzt - der Stadtrat wollte eine "vorbildliche Sanierung" des Gebäudes und so wird der über 100 Jahre alte Bahnhof auf seine alten Tage ein Niedrigenergiehaus. Deswegen verschlinge Heizung, Lüftung, Sanitär auch fast ein Viertel der gesamten Baukosten von 1,8 Millionen Euro, so Kas.

Das alte Treppenhaus des Bahnhofes konnte nicht erhalten werden, ein Wendeltreppenhaus nahm den Platz neben dem Aufzugschacht ein. Bei Erkunden der sechs Drei-Zimmer-Wohnungen, alle zwischen 90 und 100 Quadratmetern groß, sorgte neben dem neu ausgebauten Dachgeschoss vor allem der Blick auf den Staudhamer See für Begeisterung. Lob gab es für Architekt Weinmann für die gute Aufteilung der Wohnungen.

Weinmann sagte zum weiteren Verlauf der Arbeiten, dass derzeit die Verputzarbeiten im Inneren des Bahnhofes - vom zweiten Obergeschoss hinunter ins Erdgeschoss im Gange sind, es folgt der Einbau der Brandschutzdecken auf Fußböden und Decken der jeweiligen Stockwerke. Ist das abgeschlossen, folgen Trockenestrich und Fußbodenheizung. Parallel werden Stellplätze, Abstellräume und Gartenanteile der Wohnungen überplant. Und dann ist schon fast Endspurt. Denn der Zeitrahmen sieht den 1.Dezember als Termin für den Einzug der ersten Mieter vor.

Im Herbst will Robert Mayerhofer, zuständig für die Immobilien der Stadt, die sechs Wohnungen vergeben. Und vorher sollte eine Art "Tag der offenen Tür" für alle Interessierten stattfinden - so es der Baufortschritt erlaubt, so Mayerhofer.

Die Nutzung des Erdgeschosses steht schon lange fest: Fahrkartenverkauf, Bäckerei mit Café und kleinem Laden, Aufenthaltsräume für die Bahner sowie der öffentliche Warteraum sind dort untergebracht.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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