Fünf Varianten für Käser-Hofstelle

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Abbruch? Sanierung und Neubau? Neubau? Die Käser-Hofstelle in Albaching.

Albaching - Die "Käser-Hofstelle" liegt zentral in Albaching gleich neben der Kirche, hat entscheidenden Anteil am Ortsbild, gehört der Gemeinde und wartet auf eine neue Nutzung.

Auf einer Infoveranstaltung im Gasthaus Kalteneck stellten Bürgermeister Franz Sanftl und Sebastian Friesinger als Sprecher der Arbeitskreise fünf Varianten vor.

Der Bürgermeister hatte sich viel vorgenommen für den Abend: "Bei mir kemman die Kosten auf'n Tisch", verkündete er. Dieses Versprechen hielt er auch ein. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Planungsbüros, dem Arbeitskreis Dorfentwicklung und dem Theater- und Musikverein, die detaillierte Ideensammlungen für eine weitere Nutzung der Hofstelle erstellt hatten, erarbeitete die Gemeinde die Varianten. Der Arbeitskreis Dorfentwicklung konnte sich hauptsächlich für eine Kegelbahn und eine Theaterbühne oder einen Theatersaal begeistern. Außerdem stand öfter eine Friedhofserweiterung im Raum.

Bei Variante 1, die einen Neubau an den bestehenden Bauteil Ost vorsieht, in dem die Gemeindeverwaltung untergebracht werden soll, entstünden Kosten von rund 3,8 Millionen Euro. Außerdem sieht diese Variante einen Keller mit Kegelbahn vor sowie eine Nutzung durch Senioren im Erdgeschoss. "Do haut's oan ja vom Hocker!" fasste Sanftl die Reaktionen des Gemeinderats dazu zusammen. Bei Variante 2, die in den Grundzügen Variante 1 ähnelt, bei der aber der westliche Bauteil komplett abgerissen werden soll, belaufen sich die Kosten auf rund 4,2 Millionen Euro. Erheblich billiger wäre Variante 3 mit rund 970.000 Euro Baukosten. Dabei würde der bestehende Bauteil West nur geringfügig wieder hergerichtet. Außerdem gibt es weder Kegelbahn noch Keller. Variante 4, rund 3,3 Millionen Euro teuer, sieht den kompletten Abriss der Hofstelle mit Neubau vor. Variante 5 entspricht weitgehend Variante 4, allerdings würde sich dabei der Neubau am früheren Erscheinungsbild orientieren, denkbar auch mit Gastwirtschaft.

Sebastian Friesinger, der in seinem Vortrag detaillierte Fotos von den Innenräumen der Hofstelle präsentierte, kam auf andere Ergebnisse, vor allem, was die Kosten betraf. Auf rund 3,5 Millionen Euro kam er bei Variante 1 und auf rund 2,8 Millionen Euro bei Variante 2. Der Zehentstadel in Haag war kostenmäßig für ihn ein abschreckendes Beispiel, außerdem favorisierte er den Abriss des Bestandes und den Aufbau eines einfachen, geraden Gebäudes, da man mit einem Neubau ungebunden sei. Großes Augenmerk bei allen Planungsvarianten wurde auf die behinderten- und seniorenfreundliche Ausführung gelegt. Auf jeden Fall sollen bei der Zukunft der Käser-Hofstelle alle zum Zug kommen: die Gemeinde selbst, die Gewerbebetriebe sowie die Vereine. Darin war man sich weitestgehend einig.

id/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser