Ärger über Fußball-Fans: Zusätzliche Streife

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Ein Hauch von Sommermärchen war am Mittwoch beim WM-Spiel zu spüren, danach flippten manche Fans beim Autocorso durch die Altstadt ein bisschen zu sehr aus.

Wasserburg - Die Fußball-Party nach dem Achtelfinal-Einzug der deutschen Mannschaft sorgten für einige Beschwerden der Wasserburger Altstadtbewohner.

Weil es ausnahmsweise nicht regnete, zogen die Fans zum WM-Spiel der Deutschen gegen Ghana am Mittwochabend in Scharen zu den Plätzen mit Großleinwänden. In der Palmanoanlage ging es hoch her, beim Stechl-Keller, im Biergarten beim Fletzinger oder etwa im Fit und Fun. Und weil nach der Zitterpartie am Ende Deutschland gewonnen hatte, ging es hinterher rund. Für manchen war das dann doch zuviel und so hatte sich unter anderem der Bürgermeister am Donnerstag einiges anzuhören. Etliche der Beschwerden gingen in Richtung Polizei, deren Präsenz man im Bereich der inneren Altstadt vermisste. In den Autos feierten die Fans hupend und grölend bis weit in die Nacht, "wahrscheinlich hat niemand hier geschlafen", so ein Bewohner der Herrengasse gestern in der Redaktion der Wasserburger Zeitung.

Er habe, so Bürgermeister Michael Kölbl, die Beschwerden an die Polizei weitergegeben. Die habe zunächst zögerlich reagiert, aber dann versprochen, den Wunsch des Bürgermeisters zu erfüllen: Eine Streife mit zwei Beamten möge bitte am Sonntag nach dem Spiel im Bereich des Marienplatzes stehen. Am Nachmittag gab es dann gestern die gute Nachricht: Es klappt, eine zusätzliche Streife ist für Sonntag eingeteilt.

Auch im Bauhof hat man bereits Maßnahmen für das Spiel gegen England getroffen, nachdem gestern in der Früh drei Mann eine Stunden jede Menge Scherben am Marienplatz beseitigt hatten. Zwei Mitarbeiter werden am Sonntag von 19.30 bis 23 Uhr abrufbereit sein, sollte ein weiterer Aufräumeinsatz nach dem Spiel notwendig werden.

Noch nicht geregelt ist die Sache mit der Fahrbahn am Marienplatz, wo die vielen Kavalierstarts nicht nur dunkle Spuren hinterließen. Zum Teil ist die Teerdecke richtig kaputt gegangen. Der Bürgermeister geht von einem Schaden von rund 4000 Euro aus, "wahrscheinlich gibt es eine Strafanzeige", so Kölbl.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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