Fußwege, Feste, finanzielle Kraftakte

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Wunsch bald Wirklichkeit? Nach der Zusage von 600000 Euro Zuschuss scheint ein Fußgänger- und Radfahrerüberweg am Innwerk immer wahrscheinlicher. Fotos Heck

Wasserburg - Jubiläen, Abschiede, Feste, teure Großprojekte - auch im zweiten Halbjahr 2012 war einiges geboten: Ein Rückblick auf sechs Monate.

Juli

Die Inntal-Werkstätten der Stiftung Attl feiern 40.Geburtstag. Aus einem Kleinbetrieb mit Werkstattleiter und vier Mitarbeitern ist längst ein mittelständisches Unternehmen geworden: 457 Frauen und Männer arbeiten in den verschiedenen Abteilungen. Zu den Werkstätten gehören unter anderem die Metallwerkstatt, die Schreinerei, die Landwirtschaft, die Gärtnerei, die Weberei, die Hauswirtschaft und die Kfz-Werkstatt.

Die Molkerei Bauer wird 125 Jahre. Gefeiert wird dieses Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür. Das Interesse ist riesengroß: Gut 15000 Besucher strömen auf das Firmengelände.

Zwei Basketball-Legenden nehmen Abschied: Neun Spielzeiten mit sechs Meistertiteln und vier Pokalsiegen hatte "die große Kleine", Diana Pop, das Kommando auf dem Feld. Und wehe, eine neue Mitspielerin zog das in Zweifel: Die Erziehung erfolgte notfalls auch vor Publikum mitten im Spiel. Nach kaum vorstellbaren 48,5 Jahren beendete Hansi Brei seine Trainertätigkeit. Die Liste seiner Erfolge ist schier endlos. Neben den oben erwähnten Meisterschaften und Pokalsiegen war Hansi Brei unter anderem zweimal "Trainer des Jahres". Ganz kann er es nicht lassen: Seinem Nachfolger Bastian Wernthaler steht Brei als Berater und Video-Analyst zur Verfügung.

August

Mit der Ehrenbürgerwürde geht die Stadt sehr sparsam um. "Besondere Verdienste" um Wasserburg muss man sich dafür erworben haben. Die stellt beim Unternehmer, Förderer und Kommunalpolitiker Ulrich Bauer keiner in Frage, einstimmig wird er zum Ehrenbürger ernannt.

Der 40. Nachtflohmarkt findet bei idealem Wetter statt. Geschätzte 10000 Besucher sind unterwegs, nach 20 Uhr kommt man nur noch mit Ellenbogeneinsatz durch die Altstadtgassen.

Umweltminister Dr.Marcel Huber hatte es im Januar schon angedeutet, jetzt lässt er den Worten Taten folgen, sagt Wasserburg 600000 Euro Zuschuss für einen Fußgänger- und Radfahrerweg über den Inn zu.

Die Innschleife um eine 25 geschlungen, so sieht die Jubiläumsbreze aus: Das 25. Inndammfest zieht bei Hochsommerwetter Tausende an.

September

Zwei Jahre nach der ersten Beratung im Wasserburger Bauausschuss regt sich in der Stadt Widerstand gegen die geplante Deponie in Odelsham.

Die Meggle AG spendiert sich zum 125.Geburtstag einen neuen Empfang: Der alte Weberhof wird auf der anderen Seite der Megglestraße wieder aufgebaut, bekommt einen ultramodernen Anbau, das "Megglenium". Neben dem Empfang der Firma beherbergen die beiden Gebäude das Firmenmuseum und Multimediakunst rund um Meggle.

Beim 40.Attler Herbstfest purzeln die Rekorde nur so. Am Sonntagabend ist gar die Küche ausverkauft. Es ist das letzte Herbstfest für Stiftungsvorstand Wolfgang Slatosch, eine Woche später geht er nach 28 Jahren im Stiftungsvorstand in Rente.

Der Wasserburger Alpenverein begrüßt sein 3000. Mitglied.

Zum zehnten Mal heißt es "Wasserburg leuchtet" und die Veranstalter freuen sich über einen Besucherrekord.

Das ABM-Orchester feiert zehnten Geburtstag. Michael Altinger und Claudia Koreck gratulieren nicht nur, sie feiern auch auf und hinter der Bühne mit den Musikern.

Im städtischen Museum beginnt die Sonderausstellung "Aus dem Nähkästchen geplaudert - Sprichwörter und Redensarten". Sie wird zum Publikumsmagnet - und ist noch bis einschließlich 6.Januar zu sehen.

Oktober

150000 Euro investieren die Stadtwerke während der dreiwöchigen Schließungszeit im Badria. Für die Besucher am auffälligsten: die großen runden Deckensegel im Foyer und das Textildampfbad im Schwimmbereich.

Der Stadtrat entscheidet sich, vor allem aus Kostengründen, für einen Fußgänger- und Radfahrerüberweg über den Fluss am Innwerk. Eine Brücke über die Kapuzinerinsel wäre voraussichtlich dreimal so teuer.

Die Umgestaltung des Fletzinger-Areal beginnt mit dem Abriss des Hauses Fletzingergasse 22.

Im Frühjahr eine sehenswerte Sonderausstellung, im Herbst viele Gäste beim Tag des offenen Denkmals, das zehn Jahre alte Stadtarchiv ist im Bewusstsein der Öffentlichkeit angekommen. Auch inhaltlich zieht der Stadtarchivar eine positive Zwischenbilanz: Viele Dokumente neu erschlossen, vieles vor dem endgültigen Zerfall bewahrt und viele regelmäßige Benutzer.

Der Bahnhof Reitmehring bekommt eine Auszeichnung der "Allianz pro Schiene": Service und Ambiente stimmen, liegen im bundesweiten Vergleich im Spitzenfeld.

November

Auszeichnung für RioKonkret: Mit der integrativen Arbeit beim Nationenfest, im interkulturellen Garten und im interkulturellen Verein erreicht die Wasserburger Initiative beim "Miteinander"-Wettbewerb des BR den dritten Platz, muss sich lediglich Projekten in den Großstädten Nürnberg und Augsburg geschlagen geben.

Es ist Bürgerversammlungszeit. In der Altstadt ist man eigentlich zufrieden, aber die Randale der Kneipengänger nervt. In der Burgau ist man eigentlich zufrieden, aber die Raserei in der Köbingerbergstraße nervt. In Reitmehring ist man eigentlich zufrieden, aber der moosfördernde Milchstaub nervt. Im Burgerfeld ist man eigentlich zufrieden, aber das viele Geld für die Mittelschulsanierung nervt.

Die Verbund Innkraftwerke AG beginnt das nächste ökologische Großprojekt: In der Freihamer Au werden jahrzehntelange Verlandungen beseitigt.

Der Sportehrenpreis der Stadt geht unter großem Applaus an den Schäfflervortänzer und Fußballspieler Rudi Pendi.

Dezember

Die Sanierung der Mittelschule am Klosterweg wird noch teurer als gedacht. Zwischen 18 und 19 Millionen werden es, basierend auf den Zahlen der ersten Kostenberechnung, letztlich wohl werden. Einige Stadträte sind "not amused".

Rekord an der Berufsfachschule für Krankenpflege an der Kreisklinik: Gleich sechs Absolventen bekommen einen Staatspreis.

Der Stundentakt der Bahn ist da. Jedenfalls werktags auf der Strecke Rosenheim-Mühldorf. Der Stundentakt nach München, für Ende 2013 geplant, kippt. Nach einem entsprechenden Gerichtsurteil muss die komplette Signalplanung neu gemacht und genehmigt werden, frühestens Ende 2014 fahren die Züge stündlich.

Knapp ein Jahr nach Einführung des Wasserburger Familienpasses kommen die ersten rein privatwirtschaftlichen Anbieter mit an Bord, bieten Passinhabern deutliche Vergünstigungen.

Endlich: Sowohl die Senioren als auch die Schüler haben künftig einen sicheren Weg vom Marienplatz über die Burg bis hinauf zur Rampe. Der Ausbau kommt 2013, sagt die Stadtbaumeisterin - inklusive Ampel auf der Burg.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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