Geballte Abi-Kompetenz im Rathaussaal

+
Viel Freude, lachende Gesichter gab es bei den Abiturienten bei der Überreichung der Zeugnisse und der Tasse als Erinnerung von der Luitpoldiana Fördergemeinschaft.

Wasserburg - Die Verabschiedung der 97 Abiturienten des Wasserburger Luitpold-Gymnasiums im Rathaussaal war auch heuer sehr stimmungsvoll.

Stimmungsvoll wie jedes Jahr war die Verabschiedung der Abiturienten des Wasserburger Luitpold-Gymnasiums und am Ende präsentierte ein stolzer Schulleiter dem Publikum im voll besetzten, wie immer sommerlich aufgeheizten Rathaussaal die "geballte Abi-Kompetenz" auf der Bühne mit den 97 Abiturienten, ihre Abizeugnisse in der Hand.

Die ersten Reihen im Rathaussaal waren für die Abiturienten reserviert. "Ein wunderbares Bild, all die festlich gekleideten jungen Menschen", freute sich Edith Stürmlinger als stellvertretende Vorsitzende der Luitpoldiana Fördergemeischaft. Ihnen empfahl Bürgermeister Michael Kölbl, an der Weggabelung jetzt, ab der sie die Entscheidungen für ihre Zukunft selbst treffen, auch auf ihren Bauch zu hören, nach Neigung und Interessenslage zu entscheiden, dann hätten sie Freude an ihrem Beruf. Aber jetzt sollten sie ihren Erfolg genießen, denn einen so klaren Abschluss und so viel Zeit hätten sie im Leben nicht mehr.

Gleiches wünschte auch Landrat Josef Neiderhell den Absolventen, "mit dem Abitur haben sie viele Jahre Lernen gelernt und das ist wichtig zum Fortkommen".

Mit viel Disziplin und Beharrlichkeit hätten die Abiturienten im ersten Schritt ihr Ziel, das Abitur zu bestehen erreicht, sage Elternbeiratsvorsitzender Bernhard Berchtenbreiter. Nun folge das Weggehen von einer kleien kleinen Gemeinschaft nach vielen Jahren, müssten die jungen Menschen ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Er wünschte ihnen dabei auch, ein Stück kindliches Sehen zu bewahren, Talente beharrlich zu entwickeln, Anwalt für diejenigen zu sein, denen es nicht so gut gehe, für eine Sache einzutreten und alle Höhen und Tiefen anzunehmen.

"Die Karten für eure Zukunft werden neu gemischt, setzt auf die wirklich wichtigen Dinge", so Edith Stürmlinger, die den Absolventen wünschte, nach der Eroberung der Welt es auch zu schaffen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.

Am Ende ist die Individualität doch nicht ganz wegpaniert nach der langen Schulzeit. "Schüler sind wie Fischstäbchen", begann die Rede der Abiturientenvertreter Anna Linner, Regina Mayer, Paul Friedl, Hannes Kreissl und Thomas Lipsky. Sie erzählten von den Schritten in einer Fischproduktion mit Auswahlkriterien, Marktregeln bis hin zum abschließenden Qualitätscheck namens ABI. Am Schluss geht die Armee Fischstäbchen auf den freien Markt unter Kapitän Iglu, was allerdings nur die halbe Wahrheit sei. "Wir haben unser Persönlichkeiten nicht verloren, wir sind nicht alle gleich".

Schulleiter Peter Rink hatte sich für die Verabschiedung der Abiturienten Gedanken über Freiheit und Verantwortung gemacht. Ob sie den Mut hätten, ihre Privatheit zu schützen in Zeiten, wo Medien das letzte Prviate erreichten, den Mut gegen den Maintream zu agieren, den Mut Fehler zu korrigieren. Wahre Freiheit gebe es nicht ohne Verantwortung für die Folgen zu übernehmen, "ohne Verantwortung gibt es keine Freiheit". Aus der Abschlussrede vor amerikanischen Studenten stammten die Wünsche des Schulleiters an die Absolventen für ein erfülltes, besonderes Leben, das auch Leistung sei, die einem nicht in den Schoß falle, "zu eurem Wohl, zu unserem Wohl, macht was Außerordentliches".

Schöne Lieder, ruhige Lieder hatten verschiedene Gruppen der Abiturienten ausgesucht, begleitet mit Gitarre, a cappella gesungen, größerer Besetzung auch ein jazziges Stück.

Nachdem alle Abiturienten ihre Zeugnisse und Tassen mit dem Bild der Schule als Erinnerung an die Schulzeit vom der Luitpoldiana Fördergemeinschaft erhalten hatten, überreichte Christoph Rosenzweig von der VR-Bank Wasserburg den elf Absolventen mit einem Schnitt besser als 1,5 einen Umschlag mit je 150 Euro.

Einen Preis von der Deutschen pysikalischen Gesellsschaft bekamen für außerordentliche Leistungen in Physik Moritz Dötterl, Patrick Fischer, Thomas Heyenbrock, Florian Nachbar und Thomas Lipsky.

Den gleichen Preis von der Deutschen Chemischen Gesellschaft bekamen Paul Friedl und Valentin Jünger.

Und eine Anstecknadel vom Deutschen Altphilologenverband für gute Leistungen in Latein steckte Peter Ring Thomas Eder und Florian Nachbar ans Revers.

Auszeichnungen schließlich gab es auch für die Arbeit in der Schülermitverwaltung für Laura Bauer, Bernadette Huber und Marie Therse Richter. vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser