Gehweg für Alteiselfing wird konkret

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Eiselfing - Nach vielen Jahren, in denen er auf der Wunschliste stand, wird der Gehweg in Alteiselfing nun verwirklicht. Die Arbeiten sollen nach dem Sommer ausgeschrieben werden.

Für die beiden Bauvorhaben der Gemeinde in den Ortsteilen Langwied und Alteiselfing stellte Jörg Huber vom Ingenieurbüro Dippold und Gerold aus Prien in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates die Bauentwürfe vor. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat dabei die Entwurfsplanung für den Bau des Gehweges in Alteiselfing. Dabei handele es sich um zwei Bauvorhaben mit zwei Trägern, die miteinander abzustimmen seien, erklärte Jörg Huber.

Das Staatliche Bauamt Rosenheim möchte die Asphaltdecke der Staatsstraße 2092 sanieren, die Gemeinde den Gehweg von etwa 400 Metern Länge bauen. Er soll weitgehend eine Breite von 1,50 Meter haben. Die Straße ist sieben Meter, an einigen Stellen 5,50 Meter breit.

Verschiedene Varianten wurden bereits mit dem Bauamt und den Anliegern abgestimmt. Bei dieser Ortsdurchfahrt gehe es "um ein Zusammenleben zwischen Mensch und Straße", formulierte Huber. Daher müssten kleinere Korrekturen vorgenommen und einige Mauern zum Teil zurückgesetzt werden.

Angefragt wurden in der Diskussion Überquerungshilfen. Wichtigste Voraussetzung sei eine Sanierung des Regenwasserkanals, die in die Planung einbezogen werden müsse. Falls kein neuer Kanal gebaut werde, benötige der bestehende Kanal auf jeden Fall eine hohe Wartung. Die Kosten für einen Kanalneubau gab Huber mit 138.000 Euro an, eine Sanierung des Bestandes würde 33.000 Euro kosten. Die anteiligen Bruttokosten für den Straßenbau durch das Bauamt betragen 210.000 Euro, der Anteil der Gemeinde für den Gehwegbau mit Rücksicht auf die notwendige Kanalsanierung 220.000 Euro.

Die nächsten Schritte sind nun das Einreichen der Planung beim Bauamt, die Beantragung von Fördermitteln, die Anliegerbeteiligung beim Kanal und die Ausschreibung. Es wird mit 16 Wochen Bauzeit in Alteiselfing gerechnet.

In Langwied soll die Gemeindeverbindungsstraße ausgebaut werden. Dazu hatte in der vergangenen Woche eine Bürgerbeteiligung stattgefunden. Die Vorschläge der Anlieger sind in die Planung eingearbeitet. Huber berichtete von den Vermessungen sowie Boden- und Asphaltuntersuchungen. Die geplante Straßenbreite von 4,50 Metern sei ein "vernünftiger Kompromiss", damit zwei sich begegnende Fahrzeuge aneinander vorbei kommen. Diskutiert wurden von den Räten Überlegungen einer 30er-Zone. "Schwellen einzubauen bringt nichts und kostet nur Geld", waren sich der Bürgermeister und die Räte einig.

Die Gesamtkosten einschließlich der Baunebenkosten für das Projekt Langwied sind mit 284.000 Euro errechnet. Nicht darin enthalten seien Grunderwerb und Ausstattung, zum Beispiel Beleuchtung, erläuterte Huber. Einstimmig fasste der Gemeinderat den Billigungsbeschluss zum Bauentwurf. Nun wird die Planung beim Staatlichen Bauamt eingereicht, die Fördermittel von möglicherweise 55 Prozent beantragt und danach die Ausschreibung vorgenommen. Die Bauzeit ist mit zwölf Wochen angegeben.

Der Gemeinderat gab seine Zustimmung zum Bauantrag von Michael Seidinger, der den Einbau von Wohn- und Büroräumen im Dachgeschoss der Werkstatt sowie die Sanierung der Fassaden in Bachmehring geplant hat. Im Antrag gehe es vor allem um eine Nutzungsänderung, in welcher die Wohnnutzung des bisherigen Speichers eingeschlossen sei, erläuterte der Bürgermeister.

Vorausgegangen war in den letzten Tagen ein reger Schriftverkehr zwischen Nachbarn des Antragstellers und dem Landratsamt. Bürgermeister Rupert Oberhuber verlas in der Sitzung ein Schreiben mit den Einwendungen von Hannelore Maier und Harald Haselbauer sowie das Antwortschreiben der Rechtsabteilung des Landratsamtes. In ihren Einwendungen und Vorwürfen gaben die Anlieger an, sie seien zu wenig und nicht richtig informiert worden, außerdem füge sich das Bauvorhaben nicht in die Umgebung ein. Nach Meinung der Wortführer dulde das Landratsamt rechtswidrige Zustände. Die Planung widerspreche in mehreren Punkten der bayerischen Bauordnung, die Brandschutzvorgaben seien nicht eingehalten.

Im Antwortschreiben sah die Rechtsabteilung keine Veranlassung, den Bauantrag sowie auch bereits früher getroffene Entscheidungen infrage zu stellen. Die anwesende Hannelore Maier erhielt auf Antrag und mit der Zustimmung einer knappen Mehrheit der Gemeinderäte am Ende der öffentlichen Sitzung Gelegenheit, aus ihrer Sicht die Hintergründe für ihre Einwendungen kurz darzustellen. Damit wolle sie Verständnis für ihre Argumente wecken und "ihre Ehre wiederherstellen", sagte die Anliegerin.

Markus Furtner erhielt die Zustimmung zur Errichtung eines Einfamilienhauses auf seinem Grund in Alteiselfing. Theresia Dirnecker möchte den ehemaligen Rinderstall umnutzen und ein Hofcafé sowie einen Hofladen in Höhfelden einrichten. Vorgespräche hatte es diesbezüglich auch mit dem Landratsamt gegeben. Sie erhielt die einhellige Zustimmung des Gemeinderates. Bürgermeister Rupert Oberhuber: "So was g'hört gemacht."

Nachträglich genehmigt wurde auf Antrag der Anbau an den bestehenden Geräte- und Heuschuppen von Hans Gartner in Kerschdorf. Josef Sonnenholzner darf seinen Milchvieh-Laufstall in Hebertsham erweitern. Die Räte freuten sich über einen "expandierenden Landwirt".

Beim Thema Breitbandversorgung der Gemeinde Eiselfing kamen die Ratsmitglieder überein, das Angebot der Regierung von Oberbayern anzunehmen und sich von einem Fachmann der Regierung vor Ort beraten zu lassen. Zuvor hatte Oskar Pircher über die Ergebnisse der Studie sowie Möglichkeiten und Varianten der Versorgung berichtet.

mpa/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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