Gehwegparker stellen großes Problem dar

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Aus dieser Perspektive gesehen soll am rechten Straßenrand ein neuer Gehweg entstehen. Ganz rechts die Einmündung der Rogatusstraße.

Obing - Als größtes Problem für die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern auf Obings Straßen kristallisierte sich im Obinger Gemeinderat das Parken vieler Autofahrer auf den Gehwegen heraus.

Dadurch müssen nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer auf für sie gefährliche Fahrbahnen ausweichen. Der Gemeinderat behandelte die Vorschläge des von der Bürgeraktion "Der Obinger Weg" initiierten Runden Tisches zu Fragen der Verkehrssicherheit für Nicht-Autofahrer. Dabei geht es um Ortsstraßen und Gehwege, die in der Zuständigkeit der Gemeinde liegen.

Behinderten- und Seniorenbeauftragte des Gemeinderates, Vertreter der Elternbeiräte von Kindergarten und Schule und der Ortsgruppe Obing des Bund Naturschutz sowie weitere Interessierte hatten als Schwachstellen für Fußgänger insbesondere auch auf den Schulwegen die Seeoner Straße, den Gehweg an der Bundesstraße im Bereich der Anwesen Siglreithmayr, Hintz und Brandstätter und die Poststraße zwischen Weilerstraße und Schloßbergstraße sowie an der Kreuzung mit der Bahnhofsstraße ausgemacht.

Cornelia Leupold schlug vor, die Gehwege mit weißen Zickzacklinien zu kennzeichnen, um den Autofahrern zu signalisieren, dass sie sich hier auf verbotenem Terrain befinden. Gemeinderat und polizeilicher Verkehrssachbearbeiter Hans Mayer meinte, dies sei nicht möglich, doch einigte man sich darauf, dass die Gemeinde auf dem ihr gehörenden Grund die Gehwege mit einem weißen Strich abgrenzt, um so mehr Klarheit zu schaffen. Denn, so Gemeinderat Albert Lamprecht "öfters ist nicht klar wo eigentlich der Gehweg ist".

Oft wird der Gehweg vor der Pizzeria in der Seeoner Straße verstellt, meist von Fahrzeugführern, die auf die Einfahrt in die gegenüberliegende Waschanlage der Tankstelle warten. Ähnliche Probleme gibt es vor der Zahnarztpraxis Hintz, vor der Autowerkstatt Gassner und beim Anwesen Brandstätter. Bürgermeister Thurner wurde beauftragt, mit den jeweiligen Grundstückseigentümern und -nutzern zu besprechen, wie Abhilfe geschaffen werden kann, wie durch Hinweisschilder auf eigentlich vorhandene rechtmäßige Stellplätze. Gemeinderätin Fanny Mayer regte an, in den "Bürgernachrichten" immer wieder darauf hinzuweisen, dass Gehwege generell freizuhalten sind.

An einigen Stellen möchte der Gemeinderat durch neue Gehwege eine Verbesserung der Situation der Fußgänger erreichen. Der Gehweg an der Poststraße ist bereits seit längerer Zeit vorgesehen. Für die Seeoner Straße griff der Gemeinderat den Vorschlag des Runden Tisches auf, den Gehweg ortsauswärts von der Abzweigung Trauner Straße bis auf Höhe der Rogatus-/ Rupertistraße zu verlängern. Allerdings bevorzugte der Obinger Gemeinderat die Wegführung an der östlichen Seite der Seeoner Straße, so dass auch eine Verbesserung der Situation an der Einmündung der Rogatus-/ Rupertistraße möglich wäre. Die Baumaßnahme soll in den Gemeindehaushalt 2012 eingestellt werden. Gemeinderat Richard Mitterer betonte, dass der gegenüberliegende Streifen entlang des Zauns seines Anwesens auch weiterhin zur Verfügung stehe, so dass nicht auf die Fahrbahn ausgewichen werden müsse.

Für die Situation an der Kreuzung Bahnhofstraße/Poststraße ist noch keine Lösung gefunden. Von dem Vorschlag des Runden Tisches, hier Pflasterungen anzubringen, um das Durchfahrtstempo zu reduzieren, erwarten die Gemeinderäte keine Besserung. Bürgermeister Hans Thurner und Gemeinderat Hans Mayer sollen bei einem Ortstermin nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen. Dort geht es um die Fußgänger und Radlfahrer, denen parkende Autos den Blick verstellen.

igr/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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