Gemeinde Haag erhöht Miete für Vereinshaus

Haag - Wieviel Miete sollen die Vereine künftig im renovierten Vereinshaus an der Wasserburger Straße zahlen?

Haag - Drei Euro pro Quadratmeter hatten die Vereine bisher für die Nutzung ihrer Räume an die Gemeinde als Verwalter der Stiftung zu zahlen. Die Verwaltung schlug nun eine Erhöhung von einem Euro vor. "Man kann die Vereine nicht über Gebühr belasten", so Bürgermeister Hermann Dumbs.

Zu früh war Sissi Schätz (SPD) der Aufschlag. Jetzt, wo die Nutzer des Vereinshauses noch durch Baulärm beeinträchtigt seien und noch keine Parkplätze vorhanden seien, sollten sie nicht mehr zahlen müssen. Die Nebenkosten gehen nach der energetischen Sanierung nach unten, stellte Zweiter Bürgermeister Dr. Winfried Weiß (CSU) fest. Also würden die Vereine beispielsweise bei der Heizung sparen. Deshalb sei eine Erhöhung auf 4,50 Euro verträglich. Der erhöhte Beitrag solle allerdings erst nach Abschluss aller Renovierungsarbeiten erhoben werden.

Es dauere wohl lange Zeit, errechnete Dr. Wolfgang Weißmüller (PWG), bis sich über diesen Mietpreis die Investitionen der Gemeinde abgezahlt hätten. Die Räte sollten darauf achten, dass die Stiftung zu ihrem Recht komme. Für eine Unterdeckung habe die Gemeinde schließlich einzustehen.

Kämmerer Manfred Mörwald bezifferte die von der Verwaltung vorgeschlagenen vier Euro pro Quadratmeter als den von Experten genannten marktüblichen Zins. Insgesamt seien künftig 423 Quadratmeter nutzbar, 210 im Erdgeschoss, 73 im Obergeschoss und 140 im Dachgeschoss. Im Erdgeschoss habe sich neben anderen die Volkshochschule einquartiert, im ersten Stock das Jugendzentrum und unter dem Dach wolle der Alpenverein ausbauen. Da habe die Gemeinde 20 000 Euro im Jahr zu erwarten.

In der weiteren Debatte verwies Bürgermeister Dumbs auf die Zuschüsse, die den Vereinen aus der Gemeindekasse regelmäßig zugute kämen. Ludwig Schletter (CSU) wollte eine "kalkulatorische Miete", da die Gemeinde in diesem Falle keinen Gewinn machen müsse. Sigmund Heilmaier (CSU) sah in 4,50 Euro eine sinnvolle Aufstockung. Da es vorerst um die Mietzahlung gehe, die von der Gemeinde an die Stiftung zu leisten sei, könnten sich die Räte die künftige Belastung für die Vereine später noch einmal überlegen.

Diskutiert wurde, ob die Mieter nach Quadratmeterpauschale oder Ablesegeräten die Nebenkosten begleichen sollten. Das Ablesen wurde bereits einmal vorgeschlagen und abgelehnt, so Dumbs.

Mit den drei Gegenstimmen von Ludwig Schletter, Josef Burger (PWG) und Sissi Schätz stimmten die Räte der Erhöhung auf 4,50 Euro ab Beginn des nächsten Jahres zu. Gleichzeitig hielten sie im Beschluss fest, die künftige Kostenverteilung für Gemeinde und die Vereine neu zu definieren. Der Bürgermeister schlug einen Termin vor, nachdem die Sanierung abgeschlossen ist und neue energetische Zahlen vorliegen.

Formsache war schließlich die Bestätigung des neuen Feuerwehrkommandanten Hans Kneißl von Allmannsau mit Stellvertreter Florian Greißl.

xy/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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