Gemeinderat entschuldigt sich bei Architektin

Obing - Der Gemeinderat entschuldigte sich nun bei Architektin Maria Weig. Er hatte Zweifel an der Rechtmäßigkeit ihrer Vorgehensweise bei dem Schreiner-Auftrag für die Hauptschule.

In der vorhergehenden Sitzung hatte der Obinger Gemeinderat befürchtet, bei der Vergabe der Schreinerarbeiten für Möbel in der Verwaltung der Obinger Hauptschule seien an der Ausschreibung beteiligte Handwerker benachteiligt worden. Die Planerin der Hauptschulsanierung war aufgefordert, den Handwerkern in einem entschuldigenden Anschreiben die Vorgänge um die Vergabe des genannten Auftrags zu erläutern. Außerdem sollte ein Sachverständiger überprüfen, ob bei dem Einbau billigeren Materials die Kostensenkung vollständig an die Gemeinde weitergegeben worden war.

Diese Gemeinderatsbeschlüsse sind nun aufgehoben. Dritter Bürgermeister Andreas Voderhuber entschuldigte sich im Namen des Gremiums bei Architektin Maria Weig für die Zweifel an der Rechtmäßigkeit ihrer Vorgehensweise bei dem zur Debatte stehenden Schreiner-Auftrag.

Zuvor hatte Maria Weig eine Chronik des Geschehens geliefert, das zu den Missverständnissen zwischen ihr und dem Gemeinderat geführt hatte. Ihrer Einschätzung nach wichtigster Punkt war der Wunsch des Schulpersonals nach einer Änderung der Farbe für die betreffenden Möbel gegenüber der Ausschreibung einerseits, die Notwendigkeit des Umzugs des Sekretariats in den Ferien andererseits. Deshalb habe sie entschieden, die Möbel in der sofort lieferbaren niedrigeren Qualität einbauen zu lassen. Die angesprochene Problematik bestätigte die Schule, durch die Feststellung der Materialpreise konnte nachvollzogen werden, dass der Gemeinde durch die beauftragte Firma kein finanzieller Nachteil entstanden war.

So blieb nur Gemeinderat Franz Pürner bei seiner Meinung, es liege ein grober Verstoß gegen die Vergaberichtlinien vor. Die Architektin hätte seiner Meinung nach die Ausschreibung nicht nachträglich ändern dürfen.

Auf Nachfrage von Gemeinderätin Klaudia Plank konnten auch die Geschehnisse um weggeworfene Pflastersteine geklärt werden. Nur die Waschbetonplatten mussten wegen Verschmutzung entsorgt werden, die Pflastersteine wurden wiederverwendet.

igr/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser