Gemeinderat lehnt Solaranlage erneut ab

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Rott - In Rott bleibt es beim Nein für eine Solaranlage auf den Feuerwehrhaus. Bereits 2010 hatte sie der Gemeinderat auf Drängen der Feuerwehr abgelehnt.

Die Gründe waren damals die Funkstörungen bei der Feuerwehr Obing durch eine solche Anlage auf dem Dach, die höhere Gefahr der Schneelawinen vom Dach wegen des glatten Untergrunds und die Beeinträchtigung des Ortsbildes.

Geschäftsführer Martin Kaltenhauser-Barth von Bürger Solarkraft Rott GmbH warb in der jüngsten Gemeinderatssitzung erneut um eine Genehmigung.

Er ist der Meinung, dass die damalige Ablehnung auf falsche Informationen beruhte. Es habe sich durch ein Gutachten erwiesen, dass der gestörte Funk bei der Feuerwehr Obing von den Leuchtstoffröhren und dem Antrieb der Rolltore herstamme. Zudem sei die Anlage nicht richtig installiert gewesen. Kaltenhauser-Barth garantierte dem Gemeinderat die Errichtung der neuesten Anlage und, dass es keine Beeinträchtigung des Funkverkehrs geben werde. Selbstverständlich würden Schneefänger auf dem Dach angebracht. Auch wies er den Gemeinderat darauf hin, dass Bürger Solarkraft Rott GmbH vom damaligen Gemeinderat mitentwickelt worden sei.

Feuerwehr und Schützen sagen nein

Die Rotter Feuerwehr und der im Feuerwehrhaus untergebrachte Schützenverein lehnen die Errichtung in einem Antrag weiter ab. Der Schützenverein betonte, dass die Räumlichkeiten stetig vom Landratsamt geprüft und am Sichtdachstuhl keine freiliegenden Leitungen geduldet würden.

Kommandant Manfred Lunghammer erläuterte in der Sitzung den Antrag der Feuerwehr. So müssten größere Schneefanggitter montiert werden und auch die Blitzableiterinstallation dürfe nicht überbaut werden. Lunghammer vermisste, dass von Seiten der Bürger Solarkraft Rott GmbH keine Gespräche mit der Feuerwehr gesucht worden seien. Auch wies er darauf hin, dass die Argumente von Kaltenhauser-Barth so nicht stimmten. Die Feuerwehr Obing habe eine Lösung finden müssen, die Funkstörung zu beheben. Deren Erfahrungen seien so schlecht, dass Obing den Bau weiterer Anlagen auf öffentlichen Gebäuden gestoppt habe. Auch die Beispiele der Feuerwehrhäuser von Haag, Chieming oder Petting von Kaltenhauser Barth hielt er für nicht ausreichend, da die Anlagen auf Nebengebäuden errichtet worden seien.

Die Gemeinderäte waren der Meinung, dass die Bürger Solarkraft Rott GmbH eine gute Sache sei, dennoch sahen sie zum einen das Ortsbild gefährdet, zum anderen fehlten die Garantien für einen reibungslosen Funkverkehr. Gemeinderat Hans Gilg fragte, warum es das Feuerhaus sein müsse, es gäbe doch auch andere Dächer. Schließlich fanden sich nur drei Stimmen für den Bau einer Anlage auf dem Dach des Feuerwehrhauses, so dass der Antrag wieder abgelehnt wurde.

Antragsteller denkt an neuen Kindergarten

Hoffnungsvoll meinte Geschäftsführer Kaltenhauser-Barth, vielleicht sei auf dem Dach des neu geplanten Kindergartens eine Möglichkeit, eine Fotovoltaikanlage zu errichten.

hri/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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