Georg Gäch ist Ramerberger Bürgermeister

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Ramerberg - Georg Gäch wurde mit 374 Stimmen zum neuen Ramerberger Bürgermeister gewählt. Leonhard Riedl unterlag mit 355 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,9 Prozent.

Das Ergebnis war knapp: Der neue Bürgermeister der Gemeinde Ramerberg heißt Georg Gäch. Er erhielt bei der Stichwahl 374 Stimmen, auf Leonhard Riedl entfielen 355 Stimmen.

Der 41-jährige Georg Gäch von der "Neuen Ramerberger List" ist nun Nachfolger der plötzlich Ende August verstorbenen Bürgermeisterin Barbara Reithmeier. Bei der Wahl vor 14 Tagen, als es mit Anton Wenisch noch einen dritten Kandidaten gab, hatte Gäch mit 228 weniger Stimmen als Leonhard Riedl, der im ersten Wahlgang 314 Stimmen erhielt.

Gestern nun wählten die Ramerberger in der Stichwahl anders. In Prozenten ausgedrückt kam Zweiter Bürgermeister Leonhard Riedl von den Unabhängigen Wählern Ramerberg auf 48,5 Prozent, Georg Gäch auf 51,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung war gestern etwas geringer als beim ersten Wahldurchgang. Vor zwei Wochen machten 771 Ramerberger ihr Kreuzchen, gestern waren es 729.

Stichwahl Ramerberg am 14.11.

"Ich hatte ein gutes Gefühl", sagt der neu gewählte Ramerberger Bürgermeister Georg Gäch. Es habe sich doch gelohnt, hinauszugehen. Überrascht? "Überrascht sind hier viele", meint er, "ich freue mich jetzt, auch wenn ein Haufen Arbeit vor uns liegt". Dass der Wahlkampf 2008, als Barbara Reithmeier nach der Nominierungsversammlung die Unabhängigen Wähler gründete, für die nun Leonhard Riedl kandidierte, für den Ausgang der Wahl gestern eine Rolle gespielt haben mag, ist für Gäch "reine Spekulation".

Gleich übermorgen wird nun Georg Gäch erstmals eine Sitzung des Gemeinderats leiten, dem er seit 14 Jahren angehört. "Natürlich ist das aufregend, aber ich bin ja ein alter Hase im Geschäft und habe eine gute Verwaltung an meiner Seite", so Gäch.

vo/Wasserburger Zeitung

Lesen Sie hier den Vorbericht:

Bürgermeisterwahl: Noch keine Entscheidung

Ganze drei Stimmen gaben den Ausschlag, wer in die Stichwahl kommt: Am Sonntag gab es noch keine Entscheidung über den neuen Ramerberger Bürgermeister.

Der Wahlkampf war aus Pietätsgründen praktisch ausgefallen: Nachdem Barbara Reithmeier verstorben war, hatten sich drei Kandidaten für die Nachfolge gefunden. Doch die teils harten Auseinandersetzungen des Wahlkampfs 2008 wiederholten sich nicht.

Bürgermeisterwahl in Ramerberg

In der Stichwahl am 14. November stehen sich nun Leonhard Riedl und Georg Gäch gegenüber. Riedl, der für die Unabhängigen Wähler Ramerberg (UWR) kandidierte, erhielt 314 Stimmen, das sind 40,93 Prozent. 228 Ramerberger (29,73 Prozent) stimmten für Georg Gäch von der "Neuen Ramerberger Liste". Nur drei Stimmen weniger erhielt Anton Wenisch (225/29,34 Prozent) von der Freien Wählergemeinschaft (FWG). Wahlberechtigt waren 1018 Ramerberger, mit 771 kamen fast 76 Prozent zur Abstimmung.

Die Stichwahl am Sonntag, 14. November, kann durchaus spannend werden, denn dann könnte die Wahlbeteiligung entscheidend werden. Georg Gäch könnte nämlich davon profitieren, dass sich im Wahlkampf 2008 eine tiefe Kluft zwischen FWG und UWR aufgetan hatte. Bei der Nominierungsversammlung der FWG war damals Amtsinhaberin Barbara Reithmeier zugunsten von Wenisch ausgebootet worden und hatte in der Folge ihre eigene Gruppe gegründet, zu der auch Riedl gehört. Der ist als derzeitiger Zweiter Bürgermeister kommissarischer Amtsinhaber.

Leicht verschieben werden die Wahlen auch die Verhältnisse im Gemeinderat: Die NLR hat derzeit drei Sitze, die UWR vier, die FWR drei.

koe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © aj

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