Geschäfte "sind um jeden Kunden froh"

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Baustellen-Ambiente und Umleitungsschilder: Im Prinzip sind alle Geschäfte am Bahnhofsplatz weiter zu erreichen, trotzdem bleiben viele Kunden weg.

Wasserburg - Umleitungsschilder prägen derzeit den Bahnhofsplatz. In den Geschäften dort läuft es entsprechend mau: 30 Prozent minus schätzt Alexander Stecher.

Danach wird es sicher schöner, übersichtlicher und mit dem neuen Busbahnhof auch etwas zentraler sein rund um den Altstadtbahnhof. Doch im Moment sind harte Wochen für die Geschäfte rund um die Baustelle.

Zwar sind sie prinzipiell alle zu erreichen. Und ganz findige Kunden schlängeln sich sogar verbotenerweise auf dem gewohnten Weg durch die Absperrungen, wenn dies gerade möglich ist. Doch die Umwege und das Baustellen-Ambienten halten viele andere Kunden ab. "Wie sollen wir herkommen?" sei eine Frage, die derzeit im Laden immer wieder zu hören sei, so Renate Polk. "Der Rückgang ist schon spürbar."

Was ihr in den nächsten Wochen noch Sorgen macht, ist die Anlieferung. Denn derzeit müssten Kunden wie Lkw durch den Roten Turm, der aber für die Laster zu niedrig ist. Also gibt es ein Provisorium durch die Baustelle, für das sogar die Kastanie zugeschnitten wurde. "Aber ob das reicht?" Auf alle Fälle sei das ein "Mords-Umstand" für alle, so Polk. Andererseits: "Einige Sachen wie der Kanal müssen eben sein."

Das sieht auch Alexander Stecher vom Elektromarkt nebenan so. "Unser Geschäft ist ja eigentlich immer zu erreichen. Bloß auf Umwegen halt." Und Umwege sind ein massives Hemmnis. Auf 30 Prozent minus im Vergleich zum Vorjahres-Juli schätzt Stecher den Umsatz. Dabei versucht er schon, mit "Baustellen-Rabatt" zu werben. "Wir sind derzeit um jeden Kunden froh", versichert er.

"Da kann man nichts machen" sagt Stefan Gartner und meint damit zum einen die Tatsache, dass er noch einige Wochen mit der Baustelle leben muss, zum anderen die Erfahrung, dass seine Schilder "Zufahrt frei" regelmäßig abgerissen werden. Denn der Post- und Schreibwarenladen ist eigentlich vom Hag her während der kompletten Bauzeit erreichbar. Von der Rampe aber braucht es einen Umweg, und den finden einige Kunden nicht. "Spürbar" weniger seien es derzeit, so Gartner. Er merkt auch, dass der Rampen-Parkplatz im Moment bis auf Restflächen wegfällt. Aber es kämen wieder bessere Zeiten, tröstet er sich, "da kann man nichts machen."

Karl Königbauer (Wasserburger Zeitung)

Quelle: rosenheim24.de

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