Preis für Wasserburger Bibliothek

+
"Geschichtenparadies" heißt ein Angebot, hier malten die Kita-Kinder aus Pittenhart die Bilder zu der Geschichte, die sie gerade gehört und erlebt hatten.

Wasserburg - Mit 5000 Euro dotiert ist der Kinderbibliothekspreis von Eon. Bekommen hat ihn dieses Jahr neben auch die Wasserburger Bibliothek für ihre Leseförderung und wie sie Kindern zum Lesen begeistern.

Wie sie das machen, nämlich ganz spielerisch, zeigten Leiterin Elke Fleischer und Saskia Schmid den Stadträten in der jüngsten Sitzung, wo es den symbolischen Scheck für die beiden gab. Viel Applaus gab es im Rathaus, als Michael Kölbl der Leiterin der Bibliothek und Saskia Schmid, die sich, so der Bürgermeister super ergänzten, zum Preis gratulierte, den neun andere Bibliotheken in ganz Bayern ebenfalls erhalten.

Danach stand ein Kurzbericht der beiden auf der Tagesordnung über die Entwicklung der Bibliothek in der Salzburger Straße. Und weil Statistik langweilig ist, hatten sich Elke Fleischer und Saskia Schmid eine Geschichte ausgedacht, so wie sie es bei den Veranstaltungen für Kinder tun. Da mussten sich der Bürgermeister, der Kämmerer und Personalchef etliche Male vom Stuhl erheben, immer dann, wenn er erwähnt wurde wie auch alle anderen im Sitzungsaal. Bei der Präsentation von eigentlich reinem Zahlenmaterial ging es im Sitzungssaal wohl noch nie so locker zu. "Man merkt den beiden einfach an, dass sie an ihrer Arbeit Freude habe", meinte ein ziemlich ins Schwitzen gekommener Bürgermeister abschließend.

Für die Bibliothek spricht nicht nur das Programm, das sich in Sachen Leseförderung in den vergangenen zwei Jahren stark verändert hat. Die Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen und Institutionen ist ausgedehnt worden auf Kinderhort und Kindergarten, alle Schulen, Seniorenheim, Behinderteneinrichtungen und auch Hotels.

"Wir wollen nicht vorlesen", sagte Elke Fleischer, "wir tauchen mit den Kinder in die Geschichte und leben sie mit ihnen". Bei den Veranstaltungen für Kinder gibt es zum Beispiel die "Nacht der Ritter und Prinzessinnen", dann klaut die Leiterin schon mal die Schatzkiste oder gibt es auch mal eine Leiche, "man glaubt nicht, welche Krimis mit den Kindern entstehen".

Es sind aber nicht nur die Aktivitäten - 101 Veranstaltungen waren es im letzten Jahr, 50 Führungen, 18 Ausstellungen, 146 Klassenausleihen, was die Arbeit der Mitarbeiterinnen in der Bibliothek auszeichnet. Die Kinder werden ernst genommen. So zum Beispiel bekommt, wer sich für eine Veranstaltung angemeldet hat, einige Tage vorher eine persönlich Einladung, die Mädchen in Rosa, die Buben in Hellblau, "es sind die einfachen Sachen, die aber hoch wirkungsvoll sind", sagt Elke Fleischer.

Bleiben noch ein paar nackte Zahlen, die aber auch für sich sprechen: Die Anfragen sind so groß, dass es mitunter eng wird, bis zu vier Termine täglich werden vergeben. Der Bestand hat im Vorjahr 50 592 Medien erreicht, ausgeliehen wurden 207432. Die Klassenausleihen haben in den letzten drei Jahren um 131 Prozent zugenommen und seit 2008 werden auch noch 30 Klassensätze für Schulen betreut und verwaltet.

vo/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser