Gespendet statt gefeiert

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Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Martin Geiger (links) und der geschäftsführende Vorstand Josef Brandl (rechts) überreichten an Michael Radtke, Geschäftsbereichsleiter Diakonisches Werk Rosenheim, und Alfred Trageser, Vorstandsvorsitzender Rosenheimer Aktion für das Leben (Mitte von links), insgesamt 9000 Euro.

Wasserburg - Die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft ist 60 Jahre alt geworden. Statt gefeiert wurde aber lieber gespendet!

Vorstand und Generalversammlung verzichteten jedoch auf ein großes Fest und spendeten das dafür notwendige Geld lieber für wohltätige Zwecke in der Region. Je ein Scheck über 3000 Euro ging an das Wasserburger Sozialkaufhaus der Diakonie für eine Verschönerung der Außenfassade, an die Rosenheimer Tafel und an die Rosenheimer Aktion für das Leben.

Vorstandsvorsitzender Josef Brandl blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Mit 1326 Wohnungen blieb der Bestand 2009 zwar unverändert, doch befinden sich weitere 25 im Bau und sollen noch dieses Jahr bezugsfertig sein, teilte er mit. Die Mieterfluktuation lag erneut deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt und auch Leerstand der Wohnungen ist weiterhin kein Problem, so der Vorsitzende weiter. Die meisten der wenigen nicht bewohnten Einheiten standen nach seinen Angaben wegen Modernisierungsmaßnahmen geplant leer.

Die laufenden Projekte entwickelten sich ebenfalls zur Zufriedenheit der Anwesenden. Das in der Pernauerstraße in Rosenheim nach einem Brand neu errichtete Wohnhaus mit zehn Wohneinheiten wird im August bezugsfertig sein. Auch in der Lessingstraße wurden an 64 Wohnungen energetische Maßnahmen durchgeführt, Balkone an den Wohnungen und vier Aufzugstürme nachgerüstet, um die Wohnsituation für ältere Menschen und Familien zu verbessern.

Große Nachfrage in Wasserburger Altstadt

Ebenfalls kurz vor Abschluss steht das Großprojekt in Wasserburg Im Hag. Dort entstanden in einem Neubau 15 Wohneinheiten in verschiedener Wohnungsgröße. "Gerade für dieses Projekt haben wir bereits eine Menge Anfragen", bestätigt Brandl. Barrierefreie Wohnungen mit Aufzug und eigenem Garagenplatz mitten in der Altstadt seien schließlich eher eine Seltenheit. Die Baumaßnahmen werden nach seinen Informationen 2,6 Millionen Euro verschlingen. Ab Oktober sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.

Geduldige Bewohner bei Generalsanierung

Einen besonderen Dank sprach Brandl den Bewohnern des Gebäudes im Aschauer Fichtenweg aus. Dort wurde die bisher aufwendigste Modernisierung durchgeführt. Für 2, 5 Millionen Euro wurden an dem Haus im bewohnten Zustand die Fassade gedämmt, das Flachdach, Bäder und Sanitärinstallationen saniert sowie Rollläden und vier Aufzugtürme nachgerüstet. "Ohne die Geduld der Bewohner wäre das nicht möglich gewesen."

Für das laufende Jahr sind Investitionen von 6,1 Million Euro geplant. Unter anderem soll die Modernisierung von 36 Wohnungen in Prien fertiggestellt werden. Auch die Wasserburger Geschäftsstelle wird einer Generalsanierung unterzogen, teilte der Vorstand mit.

Ein besonderes Projekt ist in Ebersberg geplant: Hier entsteht ein Neubau mit sieben Wohneinheiten, die von der Seniorengruppe "SALVE" angemietet werden. Ein Neubau für die Wohngruppe Attl stecke noch in der Verhandlungsphase, spruchreif hingegen seien bereits der Neubau von 18 Wohnungen im Rosenheimer Fischerweg und die Modernisierung von 36 Wohnungen in Prien.

Neues Mitglied im Aufsichtsrat

Die einstimmige Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat war für die Mitglieder eher eine Formsache. Auch sprachen sie den Vorstandsmitgliedern Josef Brandl und Michael Seidl ihr Vertrauen aus und wählten sie erneut ins Amt. Auch die Aufsichtsratsmitglieder Wolfgang Schmidt, Wolfgang Fischer, Peter Schauer und Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl wurden ohne Gegenstimmen wiedergewählt. Als Nachwuchsmitglied kam Markus Reheis in den Aufsichtsrat.

os/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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