Gesperrte Routen und Natur im Auge

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Skifahrer am Geigelsteingipfel: Die Abfahrt über das Platt mit Abbiegen (von oben gesehen rechts) zur Wirtsalm und Weiterfahrt über die Wuhrsteinalm ins Tal ist erlaubt.

Schleching - Naturschutz geht vor Skivergnügen: Am Geigelstein ist jetzt eine Naturschutzstreife unterwegs und klärt über gesperrte Routen auf!

Nach der geänderten Naturschutzverordnung für das Geigelsteingebiet waren nun zum ersten Mal gemeinsam ein Mitarbeiter der Naturschutzwacht des Landratsamtes Traunstein und ein Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei im Geigelsteingebiet unterwegs. Ziel dieser Streife war in erster Linie, die Skibergsteiger über die erlaubten und gesperrten Routen aufzuklären, aber auch die Einhaltung der Naturschutzvorschriften zu überwachen. An diesem Tag herrschten ideale Skitourenbedingungen bei bestem Pulverschnee und sonnigem Wetter. Daher war es nicht verwunderlich, dass allein von Schleching-Ettenhausen aus, der Ostseite des Geigelsteins, etwa 300 Skitouren- und Schneeschuhgeher unterwegs waren.

Bereits am Parkplatz der Geigelsteinbahn, die im Winter nicht in Betrieb ist, verteilte ein weiterer Naturschutzwächter das Faltblatt des Deutschen Alpenvereins (DAV) "Naturverträglich Skitouren- und Schneeschuhgehen im Naturschutzgebiet Geigelstein" und klärte die Skitouristen im persönlichen Gespräch auf. Für Interessierte liegt das Faltblatt auf den Hütten des Gebietes, an den Startpunkten und in den Touristik-Informationen der Gemeinden auf.

Während des gesamten Aufstiegs als auch auf den beiden Gipfeln von Geigelstein und Breitenstein wurde mit vielen Skitourengehern ein aufklärendes Gespräch geführt, das von allen Angesprochenen positiv aufgenommen wurde und eine große Akzeptanz fand. Fast alle Skifahrer beherzigten die Regelungen im Geigelsteingebiet zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt.

Dennoch bewiesen frische Skispuren in die gesperrten Bereiche um die Rupprechtshütte und ins "Karl", dass sich trotz der guten Aufklärung und Beschilderung einzelne Skitouristen nicht an die bestehenden Naturschutzvorschriften halten. Im Vergleich zu den Vorjahren führten jedoch nur wenige Spuren in die verbotenen Bereiche, ein deutliches Anzeichen für ein gesteigertes Bewusstsein und Verständnis für die Naturschutzmaßnahmen.

bre/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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