Goldener Herbst - geringe Arbeitslosenquote

Rosenheim - Durch das Zusammenspiel von schönem Wetter und guter Auftragslage bleibt die Arbeitslosigkeit im Landkreis Rosenheim weiterhin gering.

„Mit so einem tollen Ergebnis hatte ich in diesem Monat nicht gerechnet“, so Harald Neubauer, Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim. Neubauer weiter: „Das Wetter war ja von Mitte Oktober bis Mitte November (statistischer Berichtszeitraum) wunderbar. Es blieb trocken und auch die Nachtfrostgefahr hielt sich in Grenzen, so dass in vielen Außenbereichen weiter gearbeitet wird. Die typische Winterarbeitslosigkeit hat also bis dato in keinster Weise eingesetzt. Durch das Zusammenspiel von schönem Wetter und guter Auftragslage der Betriebe ist die Arbeitslosenquote nicht angestiegen, sondern bleibt – wie schon im Oktober - bei niedrigen 2,6 Prozent. Noch nie wurde für einen Novembermonat so eine günstige Arbeitslosenquote bekannt gegeben.“

Trotz der niedrigen Arbeitslosigkeit herrschte Hochbetrieb in der Hauptagentur in Rosenheim, sowie in den Geschäftsstellen in Holzkirchen Bad Tölz und Wolfratshausen. Viele haben sich arbeitsuchend gemeldet, obwohl sie noch in Beschäftigung sind, denn die rechtzeitige Arbeitslosmeldung ist gesetzlich vorgeschrieben. Es heißt: Personen, deren Arbeitsverhältnis endet, sind verpflichtet, sich spätestens 3 Monate vor dessen Beendigung persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend zu melden (§ 38 Abs. 1 SGB III). Liegen zwischen der Kenntnis des Beendigungszeitpunktes und der Beendigung des Arbeitsverhältnisses weniger als drei Monate, hat die Meldung innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes zu erfolgen. Die Zeit vor der Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses soll für eine aktive Beschäftigungssuche genutzt werden.

Vom 14. Oktober bis 15. November haben sich 2 760 Personen neu oder erneut arbeitslos gemeldet, genauer gesagt, bei 2 760 Personen ist die Arbeitslosigkeit in diesem Zeitraum eingetreten. Das sind 590 mehr als im Vormonat, aber 440 weniger als im November letzten Jahres. Gleichzeitig haben sich 2 660 Männer und Frauen wieder aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet, 260 mehr als im Vormonat und 290 weniger als im November letzten Jahres. Nicht alle Personen melden sich in Arbeit ab, sondern es spielen sonstige Gründe eine Rolle, wie zum Beispiel der Beginn einer Weiterqualifizierung, Erkrankung oder der Eintritt in die Rente.

Die neuesten vorliegenden Zahlen zur Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Agenturbezirk Rosenheim bestätigen die günstige Lage auf dem Arbeitsmarkt. Ende März 2011 gab es 157 220 Arbeitnehmer, für die Beiträge in das Sozialversicherungssystem einbezahlt wurden, das ist ein Plus gegenüber März des Vorjahres von 4 440. Insbesondere im Landkreis Rosenheim konnte Beschäftigung aufgebaut werden.

Ein Blick auf die Stellensituation: Am 15. November gab es im Fachverfahren der Agentur für Arbeit insgesamt 2 940 Stellenangebote, fast 400 mehr als im November 2010. Die meisten, nämlich 2 820 sind sozialversicherungspflichtig. In diesem Monat haben die Vermittlungsfachkräfte des Arbeitgeber-Service 1 015 neue Stellen entgegen genommen, in etwa so viele wie im Vorjahr. In einigen Bereichen hat sich die so genannte Vakanz-Zeit bei der Stellenbesetzung deutlich verlängert. So laufen manche Stellenangebote bereits seit sechs Monaten und länger. Ein Zeichen dafür, dass in bestimmten Wirtschaftsbereichen oder bei einzelnen Berufsgruppen ein deutlicher Fachkräftemangel herrscht, der zurzeit aus dem gemeldeten Potenzial nicht immer gedeckt werden kann.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen mit 1 334 Betroffenen gegenüber dem Vormonat um 25 Personen zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote ist mit 4,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat gleich geblieben. Von den betroffenen Personen werden derzeit 464 (fünf mehr als im Oktober) im SGB III – Bereich von der Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut. Die Zahl der durch das Jobcenter Rosenheim Stadt betreuten Kunden im SGB II – Bereich ist mit 870 gegenüber dem Vormonat um dreißig gesunken.

Der Landkreis Rosenheim weist ebenso wie im Oktober eine Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent auf. Hier sind mit 3 071 erwerbslosen Personen 48 weniger gemeldet als im Oktober. Von den Beschäftigungslosen werden 1 626 Personen durch die Hauptagentur in Rosenheim (SGB III) betreut, elf weniger als im Oktober. Das Jobcenter Landkreis Rosenheim (SGB II) ist für 1 445 Frauen und Männer zuständig, 37 weniger als im Vormonat.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 1 474 gemeldeten Arbeitslosen eine Zunahme (plus 83) bei der Arbeitslosigkeit. Die Quote hat sich hier auf 2,4 Prozent erhöht (Vormonat 2,2 Prozent). Die Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 766 Erwerbslose, 56 mehr als im Vormonat. Das Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen kümmert sich um 708 SGB II – Kunden (plus 27 gegenüber dem Vormonat).

Im Landkreis Miesbach beträgt die Arbeitslosenquote 2,6 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat). Hier sind derzeit 1 292 Personen erwerbslos gemeldet, achtzig mehr als im Vormonat. 766 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkirchen betreut, 108 mehr als im Oktober. Die optierende Kommune verzeichnet bei der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ein Minus von 28 Betroffenen, aktuell sind 526 SGB II – Kunden als arbeitslos gemeldet.

Allgemeine Hinweise:

Ab Berichtsmonat Mai 2011 wurden die Bezugsgrößen zur Berechnung der Arbeitslosenquote aktualisiert.

  • Ab dem Berichtsmonat Januar 2009 erfolgt die statistische Berichterstattung und Veröffentlichung der Arbeitslosenquoten durchgängig auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen. Damit können einheitliche Arbeitslosenquoten für alle Untergliederungen nach Strukturmerkmalen (in allen Regionen) ausgewiesen werden. Zusätzlich werden nun auch Arbeitslosenquoten für die Altersgruppen „50 bis unter 65“ und „55 bis unter 65“ veröffentlicht.
  • Ab Berichtsmonat März 2011 wird die statistische Berichterstattung zu Arbeitslosigkeit und Arbeitsuche auf eine integrierte Datenbasis umgestellt. Die Daten aus VerBIS und XSozial werden in den Statistik-IT-Verfahren nun so zusammengeführt, dass ein zutreffender Verlauf der einzelnen Arbeitslosigkeitsperioden zugrundegelegt wird – auch dann, wenn Arbeitslose in einen anderen Trägerbezirk wechseln. Insbesondere können durch das neue Verfahren Doppelerfassungen von Arbeitslosen vermieden werden.

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Pressemitteilung Agentur für Arbeit

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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