Graues Antlitz etwas anhübschen

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Grauer Kreisel, grauer Bahnhofsvorplatz, graues Parkhaus - von der Rampe kommend ist der erste Eindruck der Stadt mäßig einladend. Was sich ändern soll: Die Lücke zwischen Post und Bahnhof wird zugebaut, der Bahnhofsvorplatz lebendiger gestaltet.

Wasserburg - Grau in grau mit Blick aufs Parkhaus - besonders attraktiv ist der erste Eindruck der Stadt nicht, kommt man über die Rampe hinunter. Das soll und wird sich ändern.

Der Bahnhofsvorplatz soll durchaus als Platz wirken und ist von der Städtebauförderung als solcher mitfinanziert worden. Mit der Gestaltung ist aber niemand richtig glücklich. "Die Erwartungen waren wohl anders", vermutete Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann, zur Zeit der Entstehung noch nicht in Wasserburg, im Bauausschuss.

Immer wieder seien Kritik wie auch Anregungen eingegangen und dazu ein Hilfsangebot des Obst- und Gartenbauvereins Reitmehring. Was getan werden könnte, um die große graue Fläche aufzubrechen, dazu machte die Stadtbaumeisterin jetzt einige Vorschläge. Mehrere ebenerdige Pflanzinseln, zwei Strauchrosen als Reminiszenz an das vergangene Rosenbeet, bepflanzte Baumscheiben und eine einladendere Möblierung des Platzes seien möglich, so Mechtild Herrmann, "und der Baum muss noch ordentlich wachsen."

Mehrere Bauamtsmitarbeiter machten sich auf die Suche nach Möglichkeiten, um den Platz zu möblieren, "wir haben einiges Interessantes gefunden", vom dem die Stadtbaumeisterin Abbildungen als Diskussionsgrundlage mitgebracht hatte. Seien es Sitzsteine in Form von überdimensionierten Kieseln, eine Bank, die sich in Kurven über den Platz windet, selbst schwenkbare Sonnenliegen sind im Angebot und mannshohe Kletterwände in beliebiger Gestalt sind ebenfalls möglich. Helmut Schedel brachte den AK68 ins Spiel, dessen Mitglieder sich doch künstlerische Sitzmöbel einfallen lassen könnten. Christian Stadler (Die Grünen) regte an, die Plakatwand, die auf der anderen Straßenseite fast untergeht, vor den Bahnhof zu holen.

Die beiden studierten Architekten Mechtild Herrmann und Stadler waren sich einig, dass man beobachten sollte, wie sich das Geschehen auf dem Platz in den kommenden Monaten und Jahren entwickelt, ihn nicht gleich komplett möblieren. Zumal in der Lücke zwischen Bahnhof und Post ein Gebäude für drei Wohngruppen der Stiftung Attl entsteht, in dessen Erdgeschoss eine öffentliche Nutzung vorgesehen ist. Wobei noch nicht klar ist, was kommt.

In einem ersten Schritt sollen Pflanzinseln den Bahnhofsvorplatz optisch vom Kreisel abgrenzen, die Rosenstöcke ge- und die Baumscheiben bepflanzt werden. Zudem werden die Kosten für die Sitzsteine und die kurvenschlagende Bank eruiert und Mechthild Herrmann entwirft eine zurückhaltende Platzgestaltung.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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