Wahl in Griesstätt

Aßmus neuer Bürgermeister, Eckl neu im Gemeinderat 

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Robert Aßmus ist nun offiziell der neue Bürgermeister von Griesstätt. 
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Griesstätt - Robert Aßmus ist neuer Bürgermeister der Gemeinde Griesstätt. Der SPD-Politiker war der einzige Kandidat und bekam genau 58,34 Prozent der Stimmen.

UPDATE, Montag, 7.30 Uhr

Wie die Wasserburger Zeitung in ihrer Montagsausgabe meldet, steht der Nachrücker für den Gemeinderat nun fest. Den Platz des neuen Bürgermeisters Robert Aßmus wird ab sofort Franz Eckl (SPD) einnehmen.

Der neu gewählte Bürgermeister hat das Amt übrigens nun drei Jahre inne. Bei der nächsten Kommunalwahl im Jahr 2020 werden Bürgermeister und Gemeinderat dann wieder gemeinsam für eine komplette Legislaturperiode von sechs Jahren gewählt. Grund dafür ist, dass das Beamtenverhältnis des bisherigen ersten Bürgermeisters während der Wahlzeit des Gemeinderates endet (Art. 41 Abs. 1 GLKrWG).

UPDATE, 20 Uhr: Alternativkandidaten noch nicht bekannt

Wie Wahlleiter Thomas Marder mitteilt, sind die Alternativkandidaten der Wahl noch nicht bekannt. Die Wahlscheine werden am Montag, 26. Juni, noch einmal geprüft und die alternativen Kandidaten, die auf dem Stimmzettel zusätzlich neben Robert Aßmus genannt werden konnten, bekannt gegeben. 

UPDATE, 19.43 Uhr: Aßmus: "Griesstätter haben mit Herz und Bauch entschieden" 

Erleichtert nimmt Robert Aßmus Glückwünsche zur Wahl entgegen. "Ich bin wirklich froh, dass jetzt alles rum ist und wieder Ruhe einkehren kann in Griesstätt", erklärt der neue Bürgermeister überglücklich über den abfallenden Druck. "Die Griesstätter haben mit Herz und Bauch entschieden und ich bin sehr dankbar über das Vertrauen, das mir entgegen gebracht wurde."  

UPDATE, 19.36 Uhr: Aßmus neuer Bürgermeister 

Mit 58,34 Prozent setzte sich der alleinige Kandidat Robert Aßmus gegen andere Alternativ-Kandidaten (41,66 Prozent) durch. Damit hat er die 50-Prozent-Hürde erreicht und ist der neue Griesstätter Bürgermeister. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei genau 44,46 Prozent. 

UPDATE, 19.25 Uhr: Wahlbeteiligung knapp 50 Prozent

Insgesamt 983 von 2100 wahlberechtigten Bürgern haben abgestimmt. Von den abgegebenen Stimmen sind 953 gültig, das entspricht einer Wahlbeteiligung von knapp 50 Prozent.

  • Im ersten Wahlbezirk waren 268 Stimmen gültig, davon stimmten 139 wahlberechtigte Bürger für Robert Aßmus und 129 für sonstige Kandidaten. 
  • Im zweiten Wahlbezirk waren 290 Stimmen gültig, davon stimmten 187 wahlberechtigte Bürger für Robert Aßmus und 103 für sonstige Kandidaten. 
  • Im dritten Wahlbezirk waren 250 Stimmen gültig, davon stimmten 151 wahlberechtigte Bürger für Robert Aßmus und 99 für sonstige Kandidaten. 
  • Per Briefwahl gingen 145 gültige Stimmen ein. Davon fielen 79 auf Robert Aßmus und 66 auf sonstige Kandidaten.

Die Zahlen sind jedoch offiziell von der Gemeindeseite aus noch nicht bestätigt. 

UPDATE, 18.47 Uhr: Bürgermeisterkandidat Robert Aßmus vor Ort 

Mittlerweile ist der Zweite Bürgermeister Robert Aßmus an der Grundschule eingetroffen. Die Stimmung ist ruhig. Aßmus erklärt, er sei gespannt auf das Ergebnis: "Das Ganze ist schon aufwühlend für mich - ich bin jetzt dann froh, wenn alles vorbei ist und würde gerne künftig mit den Griesstättern in Ruhe weiter arbeiten." 

Aktuell werden die Stimmen der einzelnen Bezirke noch ausgezählt und ungültige Stimmen aussortiert. Mit einem Ergebnis ist etwa um 19 Uhr zu rechnen. 

UPDATE, 18.05 Uhr: Wahllokale schließen

Pünktlich um 18 Uhr schlossen am Sonntag die drei Wahllokale in der Griesstätter Grundschule. Jetzt geht es los mit der Auszählung der Stimmen. Auch die Briefwahlunterlagen werden ausgewertet. Mit einem ersten Ergebnis wird gegen 18.30 Uhr gerechnet. 

UPDATE, 15.30 Uhr: Wahlbeteiligung gut 

Die Gemeinde wurde in drei Stimmbezirke geteilt. Seit 8 Uhr morgens dürfen die Griesstätter ihr Kreuzl setzen. Die Wahlbeteiligung sei laut der Wahlhelfer vor Ort "überraschend gut und liegt wohl weit über der gefürchteten 30-Prozent-Hürde". Aktuelle Zahlen konnten die Wahlhelfer jedoch noch nicht nennen.

Vorbericht: 

Turbulente Wochen liegen hinter der 2800-Seelen-Gemeinde im Altlandkreis von Wasserburg. Das Verhältnis zwischen dem Gemeinderat und dem scheidenden Bürgermeister Stefan Pauker war bereits länger angespannt, es gab immer wieder Uneinigkeiten und Streit. Das Fass zum Überlaufen brachte letztlich aber eine Image-Broschüre, bei der Pauker überwiegend im Alleingang gehandelt habe. In den Augen des Gemeinderates sei diese Aktion "ein unüberlegter Schnellschuss und der Alleingang Paukers ein schlimmer Fehler gewesen", erklärte damals Zweiter Bürgermeister Robert Aßmus. Pauker hatte fortan mit schwerem Vertrauensverlust zu kämpfen - und kündigte schließlich im März seinen Rücktritt zum 31. August an

2. Bürgermeister, Robert Aßmus, und der neu gewählte 3. Bürgermeister, Alois Altermann, kümmerten sich daraufin übergangsweise um die Geschäfte der Gemeinde. Nachdem Pauker sein Amt aufgab, setzte das Landratsamt als zuständige Aufsichtsbehörde den Wahltermin für einen neuen Bürgermeister auf den 25. Juni

Mindestens 50 Prozent der Stimmen 

Das plötzlich feststehende Datum der Wahl stellte sowohl die CSU-Fraktion als auch die Parteifreien Wähler vor ein Problem: In der Kürze der Zeit war es für beide Parteien unmöglich einen geeigneten Bürgermeisterkandidaten zu stellen. Somit blieb Robert Aßmus (SPD) der einzige Kandidat. Für die Griesstätter aber kein Novum: Zur zweiten Wahlperiode von Altbürgermeister Franz Meier (CSU) gab es ebenfalls keinen Gegenkandidaten. Und auch bei kleineren Gemeinden oder Städten komme es häufig vor, dass nur ein Bürgermeisterkandidat zur Wahl steht, heißt es von Seiten des Landratsamts. Allerdings sei der alleinige Kandidat nicht automatisch sofort gewählt: Es gibt vorgeschriebene Kriterien, die in Artikel 40 der Wahlrechtsgrundsätze des Gemeinde- und Landkreiswahlgesetzes festgelegt sind. So muss Aßmus beispielsweise am Sonntag mindestens 50 Prozent der abgegeben Stimmen erreichen. 

Und auch ein Flyer von vier engagierten Bürgern, der eine Woche vor der Wahl an die Grisstätter Haushalte verteilt wurde, sorgte für Aufruhr in der Gemeinde und für Gesprächsstoff beim Bürgerstammtisch am 22. Juni. Aßmus aber ließ sich davon nicht von seinem Kurs abbringen und möchte "das Schiff Griesstätt künftig wieder in ruhigere Gewässer bringen." Er appelliert an die Bürger vom Wahlrecht Gebrauch zu machen: "Ich kann nur an jeden appellieren, am Sonntag zur Wahl zu gehen und den Gerüchten damit den Garaus zu machen. Jede Stimme zählt!"

Von 8 Uhr bis 18 Uhr können die 2100 wahlberechtigten Griesstätter am 25. Juni ihre Stimme in der Grundschule abgeben. Mit einem ersten Ergebnis wird ab 18.30 Uhr gerechnet. 

Wir berichten ab Sonntagnachmittag aktuell aus der Gemeinde zur Neuwahl des Griesstätter Bürgermeisters.  

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