Gemeinderat bestimmt Alois Altermann

Darum hat Griesstätt jetzt einen Dritten Bürgermeister

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Griesstätt hat seit 23. Februar einen Dritten Bürgermeister. 
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Griesstätt - Die jüngste Gemeinderatssitzung lief nicht wie gewohnt ab. Auf der Tagesordnung stand am Mittwochabend die Wahl eines Dritten Bürgermeisters. Die Hintergründe: 

Griesstätts Erster Bürgermeister Stefan Pauker ist krankgeschrieben. Robert Aßmus, Zweiter Bürgermeister, übernimmt seit dem heutigen Donnerstag, 23. Februar, übergangsweise mit Alois Altermann aus Kettenham die Leitung der Gemeinde. Altermann wurde in der gestrigen Gemeinderatssitzung von den Räten zum Dritten Bürgermeister gewählt und vereidigt. 

Stefan Pauker fällt voraussichtlich bis 13. März aus. Auch Robert Aßmus ist nächste Woche krankheitsbedingt nicht vor Ort. "Mit der Wahl des Dritten Bürgermeister haben wir aktuell eine Übergangslösung für einen weiterhin reibungslosen Ablauf in Gemeinde und Verwaltung gefunden", erklärt Robert Aßmus. Altermann und Aßmus führen die Geschäfte solange weiter, bis Griesstätts Erster Bürgermeister wieder voll einsatzfähig ist. Wann das sein wird, sei noch unklar.

Image-Broschüre: Wie geht's weiter?

Die Image-Broschüre sorgt weiter für Unmut in der Gemeinde Griesstätt.

Die Rechnung mit Pauker bezüglich der von ihm ins Leben gerufenen Image-Broschüre stünde laut Aßmus noch offen. In den Augen des Gemeinderates sei die Aktion "ein unüberlegter Schnellschuss und der Alleingang Paukers ein schlimmer Fehler" gewesen. 

Pauker hatte Anfang des Jahres eine 100-seitige gebundene Broschüre über die Gemeinde Griesstätt in Auftrag gegeben, ohne den Gemeinderat zu informieren. Nun will eine Rechnung von 5.600 Euro beglichen werden. "Die Sache ist längst noch nicht vom Tisch", erklärt Aßmus. Der Gemeinderat habe Pauker eine Frist gesetzt, "irgendwann muss die Geschichte schließlich beendet und die Rechnung bezahlt werden."  

Wie genau der Hergang der Broschüre abgelaufen ist, sei bis heute unklar. "Der Gemeinderat haben nie einen Entwurf vorgelegt bekommen", erklärt Aßmus. Die Rechnung selbst sei dabei noch nicht einmal das Schlimmste. Gravierend und enttäuschend für die Räte sei der alleinige Fehltritt von Bürgermeister Pauker. Das Vertrauen zum Gremium müsse erst wieder erarbeitet werden. 

Darüber hinaus sei die Broschüre bei weitem nicht vollständig. "Wären wir im Vorfeld informiert worden, hätten wir die Broschüre über unsere Gemeinde zur vollsten Zufriedenheit der Bürger gestalten können", so Aßmus. "Jetzt fühlen sich einige Griesstätter hintergangen, weil sie in der Image-Broschüre, die Griesstätts Gemeindebild wiedergeben soll, nicht erwähnt sind. Ich habe bereits mehrere Beschwerden entgegen nehmen müssen", räumt der Zweite Bürgermeister enttäuscht ein. 

Künftig keine Alleingänge mehr

Damit sich solch eine Aktion in Griesstätt nicht wiederholt, werde die Gemeinde künftige Projekte ausschließlich gemeinsam in Angriff nehmen, verspricht Aßmus: "Wenn wir alle zusammen im Boot sitzen und zu 120 Prozent arbeiten, klappt das Ganze auch reibungslos." Die Geschichte mit der Broschüre sei zwar ärgerlich, "aber nichts, was wir nicht reparieren könnten." 

Mit Unterstützung des neuen Dritten Bürgermeisters Altermann gehe nun alles seinen gewohnten Gang in Griesstätt. "Spätestens mit dem Frühlingsbeginn ist die Gemeinde wieder in alter Frische vorhanden", erklärt Aßmus.

mb

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