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Bäume gefällt

Griesstätt in Aufruhr: Wie kam es zur Abholzung der Birken am Sportplatz?

Großer Aufreger in Griesstätt: Drei Bäume am Sportplatz – einfach weg. Willi Ziegler von der zuständigen Baumpflegefirma aus Wasserburg ist empört: „Von Fällungen war nie die Rede!“

Griesstätt – Die Debatte rund um die gefällten Bäume am Griesstätter Sportplatz geht weiter. Nach den Anschuldigungen des Umweltreferenten Martin Hofmeister gegen dem Bürgermeister (wir berichteten) hat sich nun auch Willi Ziegler, Inhaber der gleichnamigen Wasserburger Baumpflegefirma und seines Zeichens Begutachter der betroffenen Bäume, bei der Redaktion gemeldet: Einen Auftrag zur Fällung, wie von Hofmeister behauptet, habe es niemals gegeben, sagt Ziegler.

Baumpfleger: „Ich habe davon abgeraten“

„Ich weiß nicht, wie er darauf kommt“, erklärt er empört, zwar habe er vor vierzehn Tagen bis drei Wochen die Bäume am Sportplatz begutachtet und habe auch die Löcher in der größten Birke gesehen, „aber es war nie von einer Fällung die Rede.“ Im Gegenteil: „Ich habe davon abgeraten, die Bäume in der Vogelbrutzeit abzuholzen. Ich meinte, wenn ihr die wegmachen wollt, dann nicht jetzt.“ Stattdessen habe er zu Einkürzungen geraten, dabei sei es um Totholzentfernungen gegangen.

Von den anderen beiden Bäumen sei ohnehin nie die Rede gewesen, so Ziegler: „Das waren Jungbäume.“

Jürgen Gartner, Vorsitzender des Sportvereins Griesstätt, bestätigt diese Darstellung: „Herr Ziegler hat nie von Fällungen gesprochen.“ Er selbst habe sich dazu entschieden, diese durchzuführen, weil Gefahr im Verzug gewesen sei. „Als Vorsitzender bin ich haftbar in allen Dingen“, erklärt Gartner, „auch die Verkehrssicherung obliegt mir.“ Darum habe er sich auch für die Fällungen entschieden.

„Das Sportvereinsgelände wird als gärtnerische Anlage betrieben“, erklärt Gartner, „und ich habe Hinweise bekommen, dass einige Maßnahmen nötig sind.“ Bei der Überprüfung habe er dann festgestellt, dass die größte Birke auf etwa 3,80 Metern zwei große Löcher aufweise. „Die waren jeweils 24 und 21 Zentimeter tief“, so Gartner. Auf dieser Höhe habe der Baum einen geschätzten Durchmesser von etwa 55 Zentimetern gehabt, das seien für ihn genügend Anzeichen für Gefahr im Verzug gewesen. „Und ich kann da nicht warten.“

Also habe er den Pachtvertragspartner, die Gemeinde Griesstätt, also Bürgermeister Robert Aßmus, informiert, dieser hätte den Fällungen zugestimmt. Dass Martin Hofmeister als Umweltreferent von den Arbeiten nicht in Kenntnis gesetzt wurde, sei für ihn Sache zwischen dem Bürgermeister und Hofmeister selbst. „Für mich ist die Gemeinde der Ansprechpartner.“

Gartner: Vogelbrutzeit musste nicht beachtet werden

Die Vogelbrutzeit hätte er zwar gerne abgewartet, angesichts der gefährlichen Situation hätte er dies aber nicht tun können und eigentlich brauche er sie auch nicht berücksichtigen, so Gartner weiter. „In Griesstätt gibt es keine Baumschutzsatzung und bei einer gärtnerischen Anlage darf ich ganzjährig fällen.“

Warum die beiden anderen Bäume ebenfalls der Axt zum Opfer fielen, sei einfach zu erklären. „Der eine ist in eine Eiche hineingewachsen, die sehr wertvoll ist, und der andere war einfach schief.“

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Rubriklistenbild: © Carmen Jaspersen / dpa

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