Dank Behelfsbrücke des THW

Sperrung passé: Griesstätter Murnbrücke wird freigegeben

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Eine Behelfsbrücke wie hier rechts dargestellt soll die marode Brücke in Untermühle kurzfristig ersetzen. 
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Griesstätt - Seit vielen Jahren ist die Murnbrücke gesperrt. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab: Eine Behelfsbrücke des Technischen Hilfswerks (THW) soll den Weg in Untermühle ab Ende Juli wieder passierbar machen. 

Seit dem Hochwasser im Sommer 2013 ist die Brücke über die Murn im Griesstätter Ortsteil Untermühle für Verkehr, Fußgänger, Reiter und Radler gesperrt. Beeinträchtigt ist davon auch der beliebte Inntalradweg. Im Oktober 2017 entschied sich der Gemeinderat zur Komplettsperrung durch Betonpoller - der Sicherheit wegen. Ein "Armutszeugnis" für viele Bürger, das sich jahrelang nichts an der Situation ändert. 

Nun aber ist eine Lösung in Sicht: Eine Behelfsbrücke soll den gefahrlosen Übergang wieder herstellen. Die Vorbereitungen für den Bau laufen bereits auf Hochtouren. Auch ein Terminsteht schon fest: Samstag, 21. Juli 2018. Der THW-Ortsverband Freising stellt das Brückenbaumaterial zur Verfügung und hat sich Ende Mai bereits ein Bild von der Lage vor Ort gemacht. 

Die Behelfsbrücke stellt aber nur eine Zwischenlösung dar. Zwei Jahre lang soll sie laut Stefan Huber vom THW Rosenheim den Murnübergang sichern, dann sei ein Neubau geplant. Die Kosten von 22.500 Euro übernimmt die Gemeinde, wie die Räte in der Sitzung am 13. Juni beschlossen. 

Betonpoller versperren Fußgängern, Radfahrern und Reitern den Weg über die Murn. 

Murnbrücke ab 21. Juli wieder passierbar

Die Gemeinde Griesstätt ist an das Technische Hilfswerk herangetreten, nachdem die Brückenbaumaßnahmen Fachgruppe des THW nach den Naturkatastrophen in Simbach und Passau bekannt wurden, ob man nicht auch in der kleinen Gemeinde eine Lösung in Form einer Übergangslösung schaffen könnte. Langfristig soll ein Neubau oder eine Sanierung der Brücke umgesetzt werden.

Das THW nahm sich also der Problematik Murnbrücke an. Von den Ortsverbänden Rosenheim, Freising und Mühldorf wird nun eine sogenannte Bailey-Brücke mit einer Länge von etwa 22 Metern über die Murn gebaut. Die gesamten Brückenbauelemente werden mit Tiefladern nach Griesstätt transportiert. Am frühen Morgen des 21. Juli beginnt der Brückenbau mit rund 40 ehrenamtlichen Helfern des THW und wird noch am Abend des gleichen Tages abgeschlossen sein. 

So ähnlich wird die Behelfsbrücke über die Murn aussehen. 

Im Gegensatz zu anderen Festbrückensystemen sind die einzelnen Bauteile so dimensioniert, dass ein Aufbau rein von Hand möglich ist. Das schwerstes Element wiegt etwa 273 Kilogramm. Eine Montage mit maschineller Unterstützung durch den Mobilkran des THW Freising ist möglich. 

Das Bailey-System ist bewusst einfach gehalten. Eine vergleichsweise geringe Anzahl verschiedener Bauteile erlaubt eine ganze Reihe unterschiedlicher Bauweisen. So lassen die Behelfsbrücken flexibel an die jeweiligen Anforderungen bezüglich Stützweite und Tragfähigkeit anpassen.

mb

Quelle: rosenheim24.de

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