Getötete Katze in Griesstätt

Kein Kavaliersdelikt: Strafrechtliche Konsequenzen für Katzenhasser

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Griesstätt - Immer wieder werden Fälle bekannt, in denen Unbekannte mit Waffen Jagd auf Katzen machen - teils mit drastischen Folgen für die Tiere. Wie sehen die rechtlichen Folgen aus? 

Ein aktueller Fall aus Griesstätt sorgt für Aufsehen: Scheinbar hat ein Unbekannter in einem Wohngebiet eine Katze erschossen. So hat es der Besitzer des Tieres gegenüber der Wasserburger Polizei geschildert. Die Katze war jedoch zum Zeitpunkt des Eintreffens der Beamten bereits beerdigt, sodass keine exakten Schlüsse auf die Todesursache zugelassen werden konnten, erklärt Günther Stutz von der Wasserburger Polizei gegenüber wasserburg24.de. 

Aktuell laufen die Ermittlungen. Die Polizei geht aber eher nicht davon aus, dass ein kaltblütiger Katzenhasser in der Gemeinde Griesstätt sein Unwesen treibt. Doch die Jagd auf Tiere mit Waffen ist kein Bagatellvergehen. Was drohen einem Tierschänder für Strafen, wenn er erwischt wird?

Empfindliche Geldstrafen bis hin zu Gefängnis 

Rechtlich gesehen handelte es sich hier um einen Straftatbestand, die Polizei ermittelt wegen einem Vergehen nach dem Tierschutzgesetz. Darin heißt es, niemand dürfe einem Wirbeltier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.   

Rechtsanwalt Dr. Marc Herzog aus Rosenheim erklärt, bei einer Handlung, die diesen Strafbestand erfüllt, hat der Täter mit empfindlichen Strafen zu rechnen. Fälle wie der der getöteten Katze in Griesstätt sind im Strafgesetzbuch zwar paradoxerweise unter dem Aspekt "Sachbeschädigung" aufgeführt, "dennoch handelt es sich um keinen Kavaliersdelikt", erklärt Dr. Herzog. "Wird ein Tier gequält oder getötet, muss der Täter mit einer hohen Geldstrafe oder sogar mit einer Freiheitsstrafe mit bis zu drei Jahren rechnen." Das Gesetz sieht den Tatbestand durchaus als schwerwiegend an, "wohl auch, um Nachahmer abzuschrecken", so Dr. Herzog abschließend. 

mb

Rubriklistenbild: © dpa/Montage

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