Brücke und Inntalradweg bei Griesstätt seit Jahren unpassierbar

"Armutszeugnis": Wann wird die Murnbrücke wieder freigegeben?

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Die gesperrte Murnbrücke im Griesstätter Ortsteil Untermühle. 
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Griesstätt - Seit Jahren ist die Murnbrücke im Ortsteil Untermühle unpassierbar. Marode Balken und Einsturzgefahr zwangen die Gemeinde zur Sperrung. Doch Bürgermeister Robert Aßmus will die alte Brücke nicht aufgeben und ist weiter um eine Lösung bemüht. 

Seit Sommer 2013 ist die Brücke über die Murn für Verkehr, Fußgänger, Reiter und Radler gesperrt. Beeinträchtigt ist davon auch der beliebte Inntalradweg.

Mit Betonpollern wurde die Brücke für Passanten komplett gesperrt. 

Die Brücke über die Murn im Griesstätter Ortsteil Untermühle war in der Vergangenheit immer wieder Gegenstand in Sitzungen des Gemeinderats. Im Oktober 2017 entschied man sich zur Komplettsperrung durch Betonpoller. Dadurch sollten Radlern und Reitern, die sich wohl bis dato wenig um Verbotsschilder kümmerten, die Überquerung aus Sicherheitsgründen unmöglich gemacht werden. "Bevor etwas passiert, haben wir vorgesorgt", erläutert der Bürgermeister die damalige Entscheidung. 

Unverständnis bei den Bürgern 

Auf einem Verbots-Verkehrsschild vor der Brücke haben Unbekannte die Situation den Worten "ein Armutszeugnis für Gemeinde und Landkreis" kommentiert. "Das ist kein Armutszeugnis für die Gemeinde", kontert Aßmus. Er sei sich über den Unmut der Bürger bewusst, immer wieder erreichen ihn Beschwerden verärgerter Bürger, die die Brücke ehemals als Arbeitsweg oder für Wanderungen nutzten

Die Bürger ärgern sich über die Situation an der Murn. 

Dennoch bittet Aßmus um Geduld: "Wir reden hier von einem Kostenrahmen zwischen 300.000 und 500.000 Euro, die eine vollständige Sanierung der Brücke in Anspruch nehmen würde. Ein solches Vorhaben gehört gründlich überdacht, wir können eine Lösung nicht einfach aus dem Boden stampfen und wollen keine halbherzige Entscheidung."

Der nächste Schritt, wie Aßmus es betont, "als Zwischenlösung", sei nun eine sogenannte "Behelfsbrücke"  zu errichten, die eine Überquerung zumindest vorübergehend ermöglichen soll. Die Idee solle "so schnell wie möglich in die Tat umgesetzt werden - die Radsaison hat schließlich schon begonnen. Wir sind aber guter Dinge, dass sich eine Verbesserung der Situation in den nächsten Monaten abzeichnet", so der Bürgermeister abschließend. 

mb

Quelle: rosenheim24.de

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