Wann startet die Schulsanierung, Herr Meier?

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Ab 1. Mai in Rente - Franz Meier aus Griesstätt
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Griesstätt - Seit 2002 ist Franz Meier Bürgermeister in Griesstätt. Es gab angenehme aber auch sehr anstrengende Arbeitstage, so Meier im Interview mit Wasserburg24

Er sieht sich vor allem als „ganz normalen Bürger“. Franz Meier aus Griesstätt. Lange Jahre kümmerte er sich als Rathauschef um die Anliegen der Bürger.

Gemeinsam mit dem Gemeinderat und den Gemeindemitarbeitern stemmte er so manche Aufgabe im Ort.

12 Jahre schon hat er das Bürgermeisteramt inne, ab dem 1. Mai 2014 ist er nur noch Privatmann.

Er geht in Rente und hinterlässt seinem Nachfolger eine gut entwickelte Ortschaft.

Auffällig ist, dass in Griesstätt in den letzten Jahren vermehrt Neubauten hinzugekommen sind.

Viele Familien fühlen sich hier wohl, wie es scheint. „Es spielen vielfältige Dinge mit, die Griesstätt zu einer lebenswerten Gemeinde machen“, ist sich Franz Meier sicher.

Neuer Kindergarten, Einkaufsmarkt und nicht zuletzt die Möglichkeit für Einheimische, günstig Baugrund zu erwerben und so auch in nachfolgenden Generationen ansässig zu bleiben, kämen bei den Einwohnern gut an, so Meier.

Auch das Vereinsleben könne sich blicken lassen.

Menschen leben gern hier

Die Mieten seien erschwinglich, Griesstätt gut aufgestellt, und die Lage des Ortes könne als zentral angesehen werden, heißt es weiter aus dem Rathaus: „Strategisch liegen wir nicht schlecht“ so Meier. „Die Achse Nord-West / Ost-Süd bringt uns in eine zentrale Lage. Wir haben nicht allzu weit nach München und auch nicht weit nach Rosenheim. Zudem ist die Nähe zu Wasserburg sehr gut“.

Im Gespräch wird schnell klar, dass sich Meier Gedanken macht, über die Jahre seiner Tätigkeit als Gemeindeoberhaupt.

Über die Tatsache, dass der Ort nach wie vor über eine ärztliche Versorgung verfüge, sei er besonders glücklich, so Meier. „Unser langjähriger Hausarzt hat sich rechtzeitig um eine Nachfolge bemüht. Auch ein Zahnarzt befindet sich im Gemeindegebiet“.

 

Aufgaben gehen nicht aus

Alle Ortschaften die wirtschaftlich waren, sind seit Dezember 2013 an der Kanalisation angeschlossen. Die Arbeiten liefen zügiger als geplant, so der Rathauschef.

Jetzt müsse die Sanierung der Schule in Angriff genommen werden, erklärt der noch amtierende Meier. „Seit über einem Jahr wird geplant und Kosten veranschlagt. Es hat sich herausgestellt, dass es viel mehr kosten wird, als ursprünglich gedacht“.

Nun sei es erforderlich, Schritt für Schritt an einer energetischen Sanierung zu arbeiten, um das Bestmögliche zu schaffen.

Innerhalb eines Jahres, wie eigentlich geplant, könne die Schulsanierung nicht abgeschlossen sein.

In den Osterferien werde zunächst damit begonnen, die Fenster des Schulgebäudes auszutauschen.

Sorgen um den Bestand der Schule mache er sich nicht, die Schülerzahlen blieben bislang immer konstant. Lediglich der Schulstart 2015 werde mit weniger Kindern absolviert, doch 2016 / 2017 sei wieder mit höheren Zahlen an ABC-Schützen zu rechnen, so Meier.

Die Grundschule könne auch weiterhin im Ort bleiben.

Radweg derzeit umständlich

 

Bis vor kurzem fuhren Radfahrer über Altenhohenau.

Weil der Weg mittlerweile Privatgrund ist, kann dieser Bereich nicht mehr genutzt werden.

Deshalb muss über Kettenham nach Streifl und Thalham zurück nach Kerschdorf gefahren und die Weiterfahrt Richtung Wasserburg für den Fahrradverkehr umständlich bewältigt werden.

Franz Meier sieht hier besonderen Bedarf, eine Lösung auf den Weg zu bringen: „Neben der alten Staatsstraße, die von Griesstätt über Klosterfeld führt und dann an der neuen Staatsstraße entlang eingegliedert werden könnte, wäre genug öffentlicher Grund vorhanden, um einen Radlweg zu bauen. Sobald die Modalitäten mit einem Anlieger geklärt sind, ist es möglich, mit den Planungen weiter zu machen“.

800 Meter Radlweg wären zügig und finanziell machbar realisiert.

Dies vereinfache den vielen Radlfahrern aus den verschiedensten Gegenden ein unkomplizierteres und sichereres Vorankommen als derzeit, so Meier.

Er werde sich noch dafür einsetzen, dass es zu einer Lösung komme. Auch die Polizei befürworte eine rasche Maßnahme.

Bald nur noch Privatmann

Am 1. Mai beginnt für Franz Meier die Zeit als Rentner.

Er hat sich gegen eine weitere Kandidatur ausgesprochen.

Mal werde er froh darüber sein, lediglich noch als Privatmann die Gemeindepolitik mit zu verfolgen, an anderen Tagen bedauern, nicht mehr den Bürgermeisterposten inne zu haben, erzählt Meier. „Es wird ein Wechselbad der Gefühle für mich. Ich war gerne Bürgermeister, auch wenn es oft sehr anstrengend war“, so Meier weiter.

Die große Verantwortung lastete oftmals sehr drückend auf der eigenen Person, zeigt sich das noch amtierende Gemeindeoberhaupt nachdenklich. „Ich freue mich aber auch darauf, einfach mal auf der Sommerbank zu sitzen, wie es viele meiner Schulkameraden bereits tun“.

Quelle: rosenheim24.de

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