Ära rund um die Klosterkirche geht zu Ende

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Priorin Schwester Margarita übergibt an Pfarrer Klaus Vogl im Beisein von Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Elisabeth Arnold, Diakon Simon Frank, Kirchenpfleger Alfons Albersinger und Frau Maike Krallinger von PRO SECUR die Schlüssel der Klosterkirche.

Altenhohenau/Griesstätt – Die Formalitäten sind abgeschlossen. Jetzt hat Schwester Margarita die Schlüssel der Klosterkirche an Pfarrer Klaus Vogel übergeben. Dahinter steckt eine lange Geschichte.

Als Ersatz für ein nichterfülltes Kreuzzugsversprechen hat Graf Konrad von Wasserburg im Jahre 1235 das erste Dominikanerinnenkloster in Südbayern gestiftet.

Die erste Klosterkirche wurde dort im Jahr 1239 eingeweiht. Ihr heutiges Aussehen verdankt die Kirche einem äußeren und inneren Umbau nach dem Dreißigjährigen Krieg. Ziemlich schadlos hat die Klosterkirche, so steht es in einem Kirchenführer, die unsinnige Zerstörungswut der Säkularisation von 1803 überstanden, während damals die Klostergebäude größtenteils abgebrochen wurden. Dominikanerinnenschwestern aus San Jose in Kalifornien kauften die Kirche und die Reste des Klosters im Jahre 1923 und erbauten eine zweiflügelige Klosteranlage. In den 60er-Jahren lebten im Altenhohenauer Kloster 36 Nonnen, 2003 noch sieben.

Als im November 2011 von der Generalleitung der Kongregation der Königin des Heiligen Rosenkranzes in San Jose in Kalifornien beschlossen hat, das Kloster in Altenhohenau aufzulösen, lebten dort noch vier Schwestern. Zwei dieser Schwestern wurden bereits im Mutterhaus des Ordens in Kalifornien aufgenommen. Die älteste Schwester verbringt ihren Lebensabend in einem von einem Orden geführten Altersheim in München und Priorin Schwester Margarita wird ebenfalls in einigen Wochen in das Mutterhaus, wo sie bereits von 1987 bis 2003 lebte, wechseln. Zum Verkauf des Klosters mit seinen Liegenschaften wurde vom Orden die Vermögensberatung und –verwaltung GmbH PRO SECUR in Köln beauftragt.

Von den Verantwortlichen der Pfarrei wurde immer die pastorale Bedeutung der Kirche, die von vielen Gläubigen zur Wallfahrt zu den beiden Kirchenpatronen Petrus und Paulus und zum Grab der Mystikerin Schwester Columba Weigl dient, hervorgehoben. Sie setzten dafür ein, dass dies auch zukünftig möglich ist.

Kein Interesse am Eigentum der Klosterkirche zeigte zunächst das Erzbischöfliche Ordinariat. Stark war die Unterstützung durch die Freunde der Klosterkirche zur Gründung eines „Freundeskreises Klosterkirche Altenhohenau“ und bei der Unterschriftenaktion zur Übernahme der Kirche durch das Ordinariat. Mit großer Freude wurde dann die Mitteilung von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx, die Kirche, der Klosterfriedhof, das Priesterhaus, der Kapitelsaal und Parkplätze bleiben bei der Kirche, von den Pfarrangehörigen und Freunden des Klosters aufgenommen.

Der notarielle Vertrag zur Eigentumsübertragung an die Pfarrkirchenstiftung Griesstätt wurde Ende Juli dieses Jahres abgeschlossen. Jetzt, nach Abschluss aller notwendigen Formalitäten zum Besitzübergang, übergab Priorin Schwester Margarita an Pfarrer Klaus Vogl im Beisein von Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Elisabeth Arnold, Diakon Simon Frank, Kirchenpfleger Alfons Albersinger und Frau Maike Krallinger von PRO SECUR die Schlüssel von der Klosterkirche.

Alfons Albersinger

Quelle: rosenheim24.de

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