Großbaustelle unter der Rampe

Wasserburg - Deutliche Behinderungen wird es etwa ab Ostern an der westlichen Einfahrt zur Altstadt unterhalb der Rampe geben. Dann beginnt der Umbau für den Busbahnhof.

Eigentlich ist es nicht der neue Busbahnhof, der das Problem bildet. Der liegt ja am Schopperstattweg. Aufwändig ist vielmehr vor allem der Kanal, der erneuert wird, und für den einige Sperrungen erforderlich sind. Vorgestellt wurden die Pläne und ihre Umsetzung jetzt im Rathaus den Anliegern.

Doch betroffen sind bis zum Herbst alle, die von Westen her in die Stadt fahren. Am unteren Ende der Rampe wird für längere Zeit der Verkehr nach links umgeleitet, die Zufahrt zu Ledererzeile, Weberzipfel und Bahnhofsplatz ist dann nur mehr auf Umwegen und durch den Roten Turm möglich. Da der auf 2,80 Meter höhenbeschränkt ist, dürfte es in der Altstadt zeitweise Probleme mit dem Lkw-Lieferverkehr geben.

Architekt Klaus Immich stellte die Grundzüge der Planung vor. Vor dem ehemaligen Stadtbahnhof wird es einen sogenannten „kleinen Kreisel“ geben. Dessen gepflasterte Mitte kann beispielsweise von Bussen überfahren werden. Denn für eine große Lösung fehlt hier der Platz. Von diesem Kreisel wird ein Ast zum Bahnhofsplatz und in Richtung Hag weggehen – und ganz neu auch nach Nordwesten, in Richtung Schopperstattweg. Denn es wird ein Straßenstück gebaut, das diese neue Hauptzufahrt zur Siedlung und gleichzeitig zum Busbahnhof ermöglicht.

Bevor diese Straße entsteht, muss aber hier ein neuer Kanal vergraben werden. Denn die alte Abwasserverbindung in Richtung Weberzipfel ist 60 Jahre alt und verläuft auf Privatgrund. Die Stadt nutzt die Gelegenheit und baut einen neuen Kanal, vorläufig bis etwa vor die Sparda-Bank, später dann bis zum Weberzipfel. Dafür aber muss der Kreuzungsbereich komplett gesperrt werden.

Der Verkehr von der Rampe wird in dieser Zeit, voraussichtlich zwei Monate ab Ende Juni, in einer Linksschleife über eine Behelfsstraße zum Schopperstattweg und weiter zum Hag geleitet. Dafür und auch wegen der Baustelleneinrichtung wird ein großer Teil des Parkplatzes unter der Rampe für ein halbes Jahr nicht zur Verfügung stehen. Auch der Knoppermühlweg wird einige Zeit mit einer Notzufahrt auskommen müssen.

Start der Baustelle wird voraussichtlich in den Osterferien sein. Dann geht es Zug um Zug bis in die Sommerferien hinein. Zum Abschluss wird auch noch ein Kanalstück im Hag saniert. Erst nächstes Jahr wird der neue Bahnhofs-Vorplatz fertig gestellt.

Spätestens dann werde die westliche Stadtzufahrt „deutlich attraktiver“ sein, war Bürgermeister Michael Kölbl überzeugt. Der freute sich außerdem auf den neuen Busbahnhof mit zehn Stellplätzen. Über den wird künftig ein großer Teil des Schülerverkehrs abgewickelt, der jetzt am Gries für Stresssituationen sorgt. „Gottseidank“ sei dort bisher noch nichts Ernsthaftes passiert, so Kölbl, für eine Lösung sei es aber höchste Zeit.

koe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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