Großübung an der Biogasanlage

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Die benachbarte Biogasanlage war bei der Großübung der Feuerwehren der Verwaltungsgemeinschaft Obing die größte Herausforderung.

Obing - Den Feuerwehralltag der Bevölkerung näherbringen, das ist das Ziel der Aktionswoche des Bayrischen Landesfeuerwehrverbandes, die derzeit unter dem Motto "Zupacken statt zuschauen" stattfindet.

Für die Feuerwehren aus dem Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Obing war dies eine gute Gelegenheit, um den anspruchsvollen Aufgabenbereich der Feuerwehr mit einer Großübung zu demonstrieren.

Und so probten rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren Obing, Pittenhart, Kienberg und Albertaich unter der Leitung des Obinger Kommandanten Klaus Thurner den Ernstfall an einem landwirtschaftlichen Gebäude in Bernhaiming. Angenommen wurde ein mittlerer Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen, in dem sich vier Personen aufhalten. Als besondere Herausforderung galt dabei, neben der Personenrettung, die angrenzende Biogasanlage, die vor einer Entzündung durch Funkenflug geschützt werden musste, um eine mögliche Explosionsgefahr zu bannen.

Um im Ernstfall das Gefahrenpotential so gering wie möglich zu halten, schreibe der Gesetzgeber Übungen an Biogasanlagen vor, erläuterte Thurner. Darüber hinaus ergäbe die Feuerschutzübung wichtige Erkenntnisse und Einsatzpläne, die, dokumentiert für sensible Gebäude, bereitlägen. So kenne die Einsatzleitstelle und jede Feuerwehr beim Eintreffen an der Brandstelle ihren Standort und ihre Aufgaben. Das gebe den Feuerwehrlern Routine, außerdem könne so Zeit gespart werden.

Von der Alarmierung bis zum Eintreffen an der Unglücksstelle vergingen in der Regel sechs bis zehn Minuten. Gut wenn dann jede Gruppe bereits ihren Einsatzbereich kenne und sofort loslegen könne, sagte der Obinger Kommandant. Zudem könnten Techniken und Gerätschaften geübt und ausprobiert werden.

Während die Löschfahrzeuge mit ihren Trupps den Brandherd unter Kontrolle und einen Funkenflug zu verhindern suchten, machten sich die Atemschutzler auf den Weg, die vier Personen aus der Gefahrenzone zu retten. Im Anschluss zeigte sich der Einsatzleiter mit der Großübung sehr zufrieden, denn bis auf ein paar kleinere technische Mängel verlief der Einsatz nach Plan. Die Eindrücke wurden mit den Gruppenführern besprochen, daraus ergaben sich wichtige Erkenntnisse für den Ernstfall. So stellte sich die Löschwasserversorgung für Bernhaiming mit dem Löschweiher und einem Hydranten für Thurner als ausreichend dar, allerdings zeigte sich der Einsatz einer zweiten Pumpe als nicht notwendig. Im Falle eines Großbrandes würde die Trostberger Wehr vom Obinger See her für weitere Wasserzufuhr sorgen, so der Kommandant. Die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte habe gut funktioniert, aber natürlich gäbe es immer Kleinigkeiten, die verbessert werden könnten. ca

Quelle: rosenheim24.de

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