"Grüner" Strom ist der Renner

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Wasserburg - "Der Ökostrom ist der Renner", so Bürgermeister Michael Kölbl. Ohne große Werbung sei die Resonanz aus den Nachbargemeinden sehr gut.

"InnStrom+ natur" heißt das neueste Kind der Stadtwerke offiziell. Wie es läuft, das war Thema der jüngsten Sitzung des Werkausschusses.

Es sei eine bewusste, gezielte Entscheidung der Stadtwerke gewesen, den Nachbargemeinden Ökostrom anzubieten. In Albaching, Amerang, Babensham, Edling, Eiselfing, Griesstätt, Pfaffing und Rott wird "InnStrom+ natur" angeboten - ohne großen Werbeaufwand, einfach per Mitteilungen in den Gemeindeblättern und Aushängen in den Banken. Wo gewünscht, informierte Werkleiter Kurt Fritsch Bürgermeister und Kommunalpolitiker in einer Gemeinderatssitzung.

Mit Erfolg: 150 Ökostrom-Kunden aus der Umgebung kamen bereits zu den Stadtwerken und es werden nahezu täglich mehr. Offensichtlich sei den wechselnden Kunden nicht nur der Ökostrom selber wichtig, sondern auch der persönliche Kontakt und die Regionalität, so die Erfahrung der Stadtwerke. Weiter ausbreiten wolle man sich nicht, "wir wollen nicht in den Gebieten anderer kommunaler Anbieter wildern", so Brigitte Lex, kaufmännische Leiterin der Stadtwerke.

Vier Millionen Kilowattstunden Ökostrom für die Wasserburger Kunden und den Eigenverbrauch der Stadtwerke hatten diese zu Jahresbeginn gekauft, nach dem Erfolg von "InnStrom+ natur" wurden nochmal zwei Millionen Kilowattstunden nachgeordert. Damit macht der reine Ökostrom, zu 98 Prozent aus Wasserkraft, inzwischen 15 Prozent der gesamten Strommenge der Stadtwerke aus. Aber auch im sogenannten "Graustrom", der 85 Prozent der Strommenge ausmacht, stecken 34 Prozent erneuerbare Energien. Damit sind, so überschlug es Kölbl, rund 40 Prozent des verkauften Stromes der Stadtwerke aus erneuerbaren Energien.

Und es wird deutlich mehr werden, denn die Stadt hat beschlossen, künftig alle ihre Gebäude - von der Ein-Zimmer-Wohnung bis zum Rathaus - mit Ökostrom zu versorgen. Und zwar ab kommendem Jahr. Für die Stadtwerke heißt das: Zehn Millionen Kilowattstunden Ökostrom an der Strombörse einkaufen. Wobei da wegen des steigenden Bedarfs auch die Preise steigen.

Dennoch soll auch in den Jahren ab 2013 der Anteil des Ökostromes ausgebaut werden. Ziel der Stadtwerke und des Werkausschusses ist es, mittelfristig den gesamten Stromverbrauch privater Haushalte mit Ökostrom abzudecken. Die Nachfrage ist nicht nur in den Umlandgemeinden da. Oliver Winter wollte wissen, ob es auch im Stadtgebiet Umsteiger gegeben habe, was bejaht wurde, die Nachfrage steige. Konkrete Zahlen liegen da aber erst bei der nächsten Jahresabrechnung vor.

Dass der Bewusstseinswandel im vollen Gange ist, zeigte eine Anfrage bei den Stadtwerken: "Gestern hatten wir den ersten Kunden, der nach Öko-Baustrom gefragt hat."

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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