Grünes Licht für neue Sporthalle

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Die neue Turnhalle zwischen Schule und Rathaus wird das gewohnte Bild deutlich verändern, wie das Modell der Planer zeigt.

Pfaffing - Der Bau einer neuen Sporthalle soll in Pfaffing noch heuer oder spätestens nächstes Jahr beginnen.

Eine neue Heizung soll auf alle Fälle noch 2013 in Betrieb gehen, beschlossen die Gemeinderäte.

Zusammen mit Architekt Eik Kammerl stellte Bürgermeister Lorenz Ostermaier die neue Idee vor, die Heizungsanlage möglichst noch im Herbst in Betrieb zu nehmen. Das sei unabhängig vom Bau der Turnhalle. Teurer sei es, zuerst die Halle abzureißen und dann etwa zwei Winter ohne Heizung dazustehen. Eine mobile Ölheizung müsste das überbrücken.

Insgesamt kostet die Heizungsanlage 350 000 Euro. Die Schule, die Turnhalle, der Bauhof, der Gemeindesaal und das Rathaus sollen daran angeschlossen werden. Hinzu kommen noch einmal 67 000 Euro für den evangelischen Kindergarten, der mitversorgt wird. Dessen Heizung sei 20 Jahre alt und in den nächsten Jahren auch zum Austausch vorgesehen. "Das bietet sich jetzt an", schlug Ostermaier vor.

Derzeit funktioniere sie aber noch, gab Monika Kaspar zu bedenken, das sollte man nicht einfach wegwerfen. Die Rechnung aber war einfach: Pellets kosten umgerechnet auf den Heizwert etwa die Hälfte des Öls, so der Bürgermeister. Etwas Platz wird mit der Heizung auch frei, denn in der Schule befindet sich ein 33 000-Liter-Tank, fortan genügen 4000 Liter. Im Kindergarten steht ein 20 000-Liter-Tank. Künftig entfallen dann auch die aufwändigen Prüfungen dieser großen Tanks.

Angesichts der Wärmeleitung zum Kindergarten erkundigte sich Andreas Demmel, ob ein Anschluss der umliegenden Häuser auch möglich sei. Das habe man zumindest derzeit nicht vor, antwortete der Bürgermeister. Geändert hat man noch die Leitungsführung der Heizungsrohre von der Nord- auf die Südseite, das spart 140 Meter.

Eik Kammerl stellte die mit der Arbeitsgruppe besprochene aktuelle Planung zur Halle vor. So gibt es auch von außen zugängliche Umkleidekabinen für den Sportplatz und ein 22 mal 44 Meter großes Spielfeld. Oben ist eine 2,40 Meter breite Empore, ein Aufzug ist vorhanden. Die Technik hat an der vorgesehenen Stelle im Erdgeschoss keinen Platz mehr. Sie muss in einen kleineren Keller, in dem auch die 80 000 Euro teure Lüftungsanlage untergebracht wird. Die Gemeinderäte überzeugte das Argument für diese Lüftung, weil sonst Wärme verloren geht, die damit zurückgewonnen werden kann. So etwas sei "Stand der Technik", meinte Kammerl.

Ausgleichen muss man beim Bau etwa 40 Zentimeter Höhenunterschied, das erfordert auf Bauhofseite eine Rampe mit Geländer. Zu sehen gab es an einem Modell drei Dachvarianten. Ein Flachdach schied aus, weil kein Gebäude drumherum eines hat, ein übliches Walmdach würde das 47 mal 31 Meter große Gebäude über alle anderen erheben, so dass nun ein "flachgeneigtes Metalldach" mit fünf Grad Steigung zum Einsatz kommen soll.

Die Sporthalle soll keine offizielle "Versammlungsstätte" sein, weil sonst ein aufwändigerer Brandschutz erforderlich wäre.

Eile habe man mit dem Bau nicht, erklärte der Bürgermeister, aber die Zinsen seien derzeit noch sehr niedrig. So kam der Gemeinderat überein, die Planung voranzutreiben, aber sich den Startschuss für den Baubeginn für dieses oder nächstes Jahr offen zu halten.

Der ursprünglich begrüßte Preisvorteil einer ebenerdigen Halle von einer viertel Million Euro fällt nun doch der Teilunterkellerung für die Technik zum Opfer. Insgesamt werden die Baukosten auf 3,3 Millionen Euro geschätzt.

Nächster Schritt, so der Planer, sei eine exakte Kostenberechnung, dann eine Eingabeplanung. Bei der Heizung möchte man vor allem wegen der Wartung mit einer beschränkten Ausschreibung Firmen aus der Umgebung haben.

In dem Zusammenhang beschloss der Gemeinderat, auch die schon länger geplante Sanierung des kleinen Gemeindesaals gleich nebenan für rund 100 000 Euro jetzt anzugehen. Dafür gibt es neue Fenster, eine Dämmung der Wände und des Daches.

kg/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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