Haag als Stützpunkt für Jugendfußball

Auf den Haager Sportanlagen will der DFB ab September die Nachwuchs-Fußballer besonders intensiv fördern. Foto Bauer

Haag - Der Haager Breitensport tritt in eine neue Ära: Der TSV wird für den Jugendfußball DFB-Stützpunkt. trainieren.

Ab Herbst sollen auf dem Sportgelände am Bergkopf die besten Nachwuchskicker aus einem Umkreis von 40 Kilometern

Großes Lob zollte der Haager Fußballchef Fritz Röder seinem Jugendabteilungsleiter Max Zeiler. Er hatte die Vorbereitung für den künftigen Stützpunkt getroffen, so dass in Haag künftig Talente mit geschulten Trainern auf den Rasen gehen können. Abschied nehmen müsse man, so Fritz Röder im TSV-Sportheim bei der Trainerversammlung, vom alten Konkurrenzgedanken: "So können wir viel mehr bewegen."

Vor einem Jahr hatte der Haager Abteilungsleiter die Kontakte geknüpft. Ab Herbst gelte es jetzt aber, auch zu beweisen, "dass wir etwas zusammenbringen", forderte er nun seine Mitstreiter zum Einsatz auf. Mit einem künftigen gemeinsamen Anschub durch Trainer und Förderer wolle man über den Stützpunkt eine "neue Gemeinschaft in der Region" aufbauen.

Zur ersten Versammlung waren bereits Vertreter der Fußballer aus Soyen und Albaching gekommen. Kompetenter Gast der Haager Kicker war Peter Wimmer, DFB-Koordinator und Organisator der Talentförderprogramme. Mit Haag sei man von München aus in den Osten gerutscht. Der neue Stützpunkt liege ideal an der Schnittstelle von B12 und B15, meinte er. In einem zweistündigen Referat schilderte Wimmer den Haagern die Idee und Umsetzung des Stützpunktes. Die Anregung dazu habe Franz Beckenbauer gegeben. Seit 2002 erlebten die Förderprogramme des Jugendfußballs eine stete Verbesserung mit dem leistungsorientierten Aufbau von Stützpunkten.

Haag wird im Herbst eröffnet, um den besten Spielern im Alter von zwölf bis 15 Jahren ideale Möglichkeiten zu verschaffen. Über eine regionale Auswahl und den Regionalvergleich sei der Aufstieg in die bayerische und nationale Auswahl möglich, so Wimmer.

Ansprechpartner vor Ort sind Manuel Gomes und der Haager Sportpädagoge und Fußballer Bernd Katterloher. Außerdem werden in Haag Zusatztrainer und feste Trainer mit Honorar und Vertrag wirken, Ziel sei es, gute Spieler zu sichten, aufzubauen, in der Region zu halten und gleichzeitig höherklassig spielen zu lassen.

Mit dem Training startet der Stützpunkt am Montag, 13. September. Schwerpunkttraining für Pässe, Kombinationen, Kopfball und Torschuss dominieren. "Wir werden es nur im Detail besser machen", so DFB-Koordinator Peter Wimmer. Zweimal wird in Haag dann pro Jahr eine sogenannte Leistungsdiagnostik durchgeführt.

Die ersten zwei Jahre stehen ausschließlich Technik und Taktik auf dem Stundenplan des Haager DFB-Stützpunktes. Dann erst will man die Regionalauswahl zusammenstellen. Gleichzeitig soll ein Kompetenzteam aus Trainern aufgebaut werden. Für den Einsatz werden nicht mehr Alter, Verein oder Herkunft den Ausschlag geben, sondern Inhalte. Anlaufpunkt wird Haag dadurch auch für Trainer. Wer künftig eine C-Lizenz will, ist laut Peter Wimmer verpflichtet, in Haag zu hospitieren.

xy/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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