Kommunalwahl2014 in Rosenheim

Landratskandidat Hofer stellt sich vor

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Der Landratskandidat der Freien Wähler, Sepp Hofer
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Halfing - Der Landratskandidat für Rosenheim, Sepp Hofer von den Freien Wählern im Gespräch über die Energiewende, den ländlichen Raum und Tourismus in Oberbayern.

Die Politik liegt dem 48-jährigen Zimmerermeister und praktischen Betriebswirt aus Halfing anscheinend im Blut. Denn wie seinen Vater, der lange Jahre als 2. Bürgermeister aktiv war, zieht es Sepp Hofer auf die politische Bühne. Bei der Kommunalwahl 2014 bewirbt sich der ledige Kreisvorsitzende der Freien Wähler für den Posten des Landrats in Rosenheim.

"Kurz gefasst" mit Sepp Hofer

Nach den parteiinternen Steitigkeiten im vergangen Jahr wolle Sepp Hofer den "aktuellen Schwung mitnehmen" und künftig die größeren Zusammenhänge im Landkreis Rosenheim bestimmen. Er habe von seinen Parteikollegen und den Bürgern viel Zuspruch erhalten und blicke einem spannden Wahlkampf entgegen, so Hofer. Dabei schließe er eine Stichwahl nach dem 16. März keineswegs aus. Eine Möglichkeit, die ihm persönlich bei insgesamt sechs weiteren Bewerbern am Ende durchaus zugute kommen könnte.

"Freie Wähler stärken den ländlichen Raum"

Getreu dem Motto "Finger weg vom Hochststätter See" fordert das Oberhaupt der Freien Wähler in Rosenheim, der Privatisierung des Trinkwassers in der Region strikt entgegen zu wirken. Das kostbare Nass müsse unter allen Umständen in den Händen der Gemeinden bleiben. Ebenso stehe Hofer für die Verankerung weiterer Gesichtspunkte in den Gemeinden selbst. Dazu zähle der Halfinger auch die Energiewende. Es könne nicht sein, dass keine Wertschöpfung vor Ort stattfinde und die Gemeinden Milliardensummen aus der Hand gäben. Weiter fordere Sepp Hofer die sogenannte "Kommunale Milliarde" auch wirklich dort zu verwenden, wo sie auch vorgesehen sei: Der Ausbau der ländlichen Struktur, insbesondere der Straßenbau und die Schaffung von neuen Häuser- und Wohnblöcken in den Gemeinden solle eine "Alternative zu den Ballungszentren" schaffen. Ein Blick von Außen könne hier sehr fördernd sein, erst recht wenn man bedenke, dass Städte wie Bad Endorf mit einem Abwandern des Gewerbes aus den Innenstädten zu kämpfen hätten. Langfristiges Denken und der Einsatz eines Städteplaners könne diesem Trend entgegen wirken und trotzdem Firmen an die Städte binden, so Hofer.

"...hin zu einer reformierten, modernen Volkspartei"

"Wenn wir die Energiewende schaffen, sind unsere Arbeitsplätze auf Jahrhunderte gesichert", so Hofer. Dazu sei es aber notwendig, bereits auf kommunaler Ebene vollkommen energieautark zu werden. So sei eine gezielte Förderung von vielversprechenden Projekten unumgänglich. Dazu zähle auch die Elektromobilität, zu der sich Hofer deutlich hingezogen zeigt. Für die Kurzstrecke bis 200 Kilometer sei das Elektroauto eine echte Alternative, so Hofer. "Hier hätten wir großes Potential, auch was den Export unseres Wissens angeht." Der Bezirk Oberbayern gehe hier mit gutem Beispiel voran.
Ein weiteres Projekt, dass Sepp Hofer sehr am Herzen liege, sei der Gemeinschaftsbau des geplanten Klinikums in Gabersee. Hier wolle er sein möglichstes tun, um am Gelingen beizutragen.

Völliges Unverständnis zeigte der Politiker wenn es an die Themen Gasbohrungen und Tetrafunk gehe. "Das geht einfach nicht", quitiert der Halfinger die Vorstöße, die in beiden Bereichen seitens der Politiker gewagt wurden. Dem "neuen Einsatzfunk" stellte Hofer Argumente wie "Gesundheitsgefährdung", "Sammelklagen" und "Milliardengrab" entgegen. Er selbst sei in der Initiative "Gegen Tatrafunk im Chiemgau" aktiv und könne die Vorgehensweise der Regierung in Hinblick auf die "veraltete Technik" nicht nachvollziehen. Genauso verhalte es sich mit den "Gasbohrungen unter Bayerns ältestem Naturschutzgebiet". Er wolle sich mit Nachdruck dafür einsetzten, dass hier nicht in die Natur eingegriffen werde, so Sepp Hofer.

"Man muss uns mehr Regionalität lassen!"

Grundsätzlich stehe der gelernte Zimmerer hinter einer Tourismusvereinigung der Landkreise Rosenheim und Traunstein. Was laut Hofer jedoch nicht zielführend sei, wäre es alle Gemeinden im "Chiemsee-Alpenland" über einen Kamm zu scheren. Hier müsse feiner zwischen den Besonderheiten der einzelnen Regionen bis hin zu den Alleinstellungsmerkmalen der Dörfer unterschieden werden. Werbung könne nur dann Erfolg haben, wenn man gezielter auf die vorhandene Umgebung wie Berge und Seen oder Bäder eingehe. Der Kunde müsse genau wissen, ob es hier Gebirgsschützen und dort der Alpenverein vertreten sei. Dies könne man nur erreichen, wenn man mehr "Praktiker in die Verbände" berufen würde. "Den sanften Tourismus fördern" und "das nutzen, was zur Verfügung steht," eine Kosten-Nutzen-Optimierung und auch eine grenzübergreifende Zusammenarbeit mit den österreichischen Nachbarn sollen laut Sepp Hofer zu einem "Ausbauen der Möglichkeiten" beitragen.  

Quelle: rosenheim24.de

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