Heimat darf nicht nostalgisch sein

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Diskussionsabend des Wasserburger Heimatvereins

Wasserburg - Am Montag fand im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums des Heimatvereins ein Diskussionsabend unter dem Motto „Heimat – Heimatgeschichte – Zukunft Heimat“ statt.

Moderiert wurde der Abend im Sparkassensaal von Dr. Norbert Göttler, welcher selbst seit einigen Jahren das Amt des Bezirksheimatpflegers trägt.

Eröffnet wurde die Diskussion vom Wasserburger Dipl.-Archivar Matthias Haupt, welcher auch die Arbeiten des Vereins in den letzten 100 Jahren kurz darstellte. So wurde den knapp 25 Besuchern der Leitgedanke des Vereins verdeutlicht und dies anhand von diversen Publikationen belegt.

Dr. Norbert Göttler, der das Wort von Matthias Haupt mit einem Impulsreferat übernahm, definierte den Begriff „Heimat“ und stellte dabei die große Bandbreite von Eigenschaften, die mit dem Begriff in Verbindung gesetzt werden können klar. Er erzählte über seine bisherigen Arbeiten, sowie über die Möglichkeit, vor allem junge Leute zu diesem Thema zu bewegen. Doch eines ist ihm besonders wichtig „Heimatpflege darf nicht nostalgisch sein“.

Junge Leute mit Heimat verbinden

 Herr Gerhard Widmann, Fachbereichsleiter im Luitpold-Gymnasium Wasserburg, stellte eine Umfrage vor, die er unter ca. 180 Wasserburger Schülern durchgeführt hatte. Aus den Ergebnissen dieser Umfrage ging hervor, dass durchaus (auch wenn es nur ein geringer Teil ist) einige Schüler bereit wären, sich mehr mit der Heimatgeschichte in Verbindung setzen würden. „Allerdings sieht das der Lehrplan leider nicht vor“, so das ernüchternde Fazit. „Doch ein paar Projekttage sollen dies ermöglichen“, so Widmann weiter.

Diskussion beim Heimatverein

Ein sehr gutes Beispiel für Projektarbeit zeigte die Berufliche Oberschule Wasserburg. Zwei Schüler der 13. Klasse (Patricia Hellman und Robin Fanger) stellten einen Auszug aus ihren Facharbeiten über die Geschichte Wasserburgs dar. Mit viel Fachwissen und guter Rhetorik konnten sie so die Besucher faszinieren. Schulleiter Johann Schaller lobte ganz besonders die Schülerinnen und Schüler, die sich auch in Ihrer Freizeit mit Geschichte befassen.

Website für Wasserburger Geschichte

Viel Vorfreude seitens des Archivars gab es besonders auf die Vorstellung des Projektes „Statt Geschichten“. Die aus Wasserburg stammende Biografiearbeiterin Birgit Binder erstellte mit ihrem Lebensgefährten eine Website, in der Zeitzeugen Ihre Eindrücke über Wasserburg und die Umgebung festhalten können. „Einige sehr interessante Beiträge haben wir bereits, doch wir freuen uns über jeden weiteren!“ Nähere Informationen zu dem Projekt von Birgit Binder finden Sie auf http://www.statt-geschichte.de/

Evoy

Quelle: rosenheim24.de

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