Claudia Koreck mit ausverkauftem Benefizkonzert in der Stiftung Attl

Ein Herz wie ein Bergwerk für Behinderte

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Immer gefragt für Fotos und Autogramme: Claudia Koreck in der Stiftung Attl.

Attel (OVB) - Ein Brief, den die Jugendlichen mit Behinderung geschrieben hatten, war Anlass für ein außergewöhnliches Konzert in der Stiftung Attl: Claudia Koreck besuchte die Einrichtung.

Gemeinsam mit ihrer Band und den OVB-Lesern will sie so den Bau des neuen Kinder- und Jugendwohnheims zu unterstützen. Die 250 kostenlosen Eintrittskarten waren im Nu vergeben.Nachdem das ABM-Orchester der Stiftung Attl den Konzertabend eröffnet hatte, kam es zu einem gemeinsamen Auftritt mit der Liedermacherin. "Weils d` a Herz host wia a Bergwerk" sang Claudia Koreck mit den behinderten Musikern und bewies ihrerseits nicht nur Herz, sondern interessierte sich außerdem sehr für die Menschen mit Behinderungen, die sie auch vor Auftrittsbeginn im Wohnheim besuchte. Zusammen mit einer Bewohnerin musizierte sie gemeinsam in deren Zimmer.

Berührungsängste mit den geistig behinderten Menschen zeigte die Sängerin keine. In den sieben Stunden, die sie in der Stiftung Attl verbrachte, widmete sie sich fast ausschließlich den Bewohnern. Über eine Stunde schrieb sie Autogramme und verließ schließlich müde aber strahlend gegen Mitternacht die Einrichtung.

Das OVB sprach vor dem Auftritt mit Claudia Koreck.

Claudia, wie kommt es zu Deinem Auftritt in der Stiftung Attl?

Ich freue mich, dass es geklappt hat. Ich kriege immer viele Anfragen dieser Art. Ich habe allerdings einen ganz lieben Brief von den Bewohnern aus Attel bekommen, handgeschrieben und mit vielen Bildern. Sie berichteten mir, dass sie Unterstützung für ihr neues Wohnheim brauchen. Ich habe dann meine Musiker gefragt, ob sie auch Lust hätten, und die waren sofort dabei.

Hast Du einen besonderen Bezug zu Menschen mit geistiger Behinderung?

Eigentlich nicht. Aber die Bewohner in der Stiftung Attl haben mich ganz herzlich empfangen. Man spürt sofort eine große Herzlichkeit. Ich wurde gleich um-armt, die Menschen freuen sich riesig, dass ich da bin. Man wird sofort angenommen. Es ist sehr schön, das zu erleben. Da gibt man gerne etwas zurück.

Was ist das Besondere an diesem Abend in der Stiftung Attl? Ich spiele ein Lied zusammen mit dem ABM-Orchester, der Band aus der Einrichtung. Darauf bin ich sehr gespannt, weil dann sehr viele Menschen auf der Bühne zusammen musizieren werden. Ich bin sicher, das wird ein sehr schöner Abend.

Welche Projekte hast Du für die nächste Zeit in Planung? Jetzt steht erst einmal eine Pause an. Wir waren zweieinhalb Jahre durchgehend auf Tour. Da war ich fast nie zu Hause. Jetzt bin ich froh, auch einmal wieder Zeit für andere Dinge zu haben, wie zum Beispiel auch dieses Benefizkonzert hier. Dann möchte ich neue Lieder schreiben und dafür brauche ich jetzt erst einmal wieder einen normalen Alltag. Darauf freue ich mich.

Was machst Du, wenn Du keine Musik machst? Ich bin gerne draußen in der Natur. Ich gehe gerne spazieren, treffe Freunde und Bekannte oder ich bin bei meiner Familie. Wenn ich Zeit habe, fahre ich auch gerne zurück nach Traunstein.

Hast Du Deinen Traumberuf gefunden, den Du auch die nächsten Jahrzehnte weitermachen möchtest? Die Frage ist, ob ich es machen darf. Die Musikbranche ist ein kurzlebiges Geschäft, da passiert viel. Ich weiß ja nicht wie lange mich die Menschen sehen wollen. Aber ich mache leidenschaftlich gerne Musik und möchte das auch immer machen. Ich plane das nicht großartig, sondern lasse es auf mich zukommen. Irgendetwas werde ich schon finden.

Interview Michael Wagner

Quelle: rosenheim24.de

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