Hindernisse fallen 2013

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Ob mit oder ohne Schnee: Diese Stelle in der Schmidzeile ist für Rollstuhl- oder Rollatorfahrer nicht zu bewältigen. Das soll sich 2013 ändern, der Gehweg wird stufenlos vor der Arkade vorbeiführen.

Wasserburg - 2013 soll es endlich so weit sein, soll ein barrierearmer Gehweg vom Marienplatz über die Burg zur Rampe gebaut werden.

Schulkinder aus der Burgau und Senioren aus dem Altenheim auf der Burg sowie alle anderen Fußgänger haben in absehbarer Zeit einen sicheren Weg in die Altstadt. Der Bauausschuss sprach sich jetzt dafür aus, die Mittel für den Bau des Gehweges vom Marienplatz über die Burg bis zur Rampe im Haushalt 2013 einzuplanen. Rund 270.000 Euro sind vorgesehen.

Für was das Geld ausgegeben wird, das rief Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann nochmal in Erinnerung: An der Rampe entsteht eine Insel knapp oberhalb der Einmündung der Straße über die Burg, die den Fußgängern das Queren der Münchner Straße erleichtert. Auf der stadteinwärts gesehen rechten Seite wird der Gehweg weitergezogen bis zum Altenheim. Auf Höhe Burg13 wird die Straße ein wenig schmaler, da der Gehweg an einer zum Haus führenden Treppe vorbeigezogen werden soll.

Am Altenheim ist nach Jahren mit zähen Verhandlungen nun doch eine Bedarfsampel möglich. Damit haben auch Senioren, die schon etwas unsicher auf den Beinen sind, genug Zeit, die Straße zu überqueren. Außerdem wird der Übergang baulich so gestaltet, dass ihn auch Sehbehinderte beziehungsweise Blinde navigieren können.

Ab der Freidhoferstiege wird hinunter in die Stadt neu gepflastert. In der Schmidzeile haben Rollstuhlfahrer derzeit kaum eine Chance, es sei denn, sie bewegen sich auf der Straße fort. Das wird geändert. Der Teil des Gehweges, der derzeit unter den Arkaden verschwindet, das Gefälle mit vier Stufen überwindet, wird vor das Haus verlegt und ohne Treppen gebaut. Das geht, da auf der anderen Straßenseite etwas ausgeholt werden kann, so dass Busse und Lkw die Schmidzeile passieren können. Bis zur Einmündung Schustergasse/Marienplatz geht es dann ohne Stufen weiter.

In der Bürgerversammlung Altstadt war angeregt worden, dass in der oberen Schustergasse das Kopfsteinpflaster zumindest teilweise durch rote Klinker ersetzt werden sollte, da diese für Rollstühle und Rollatoren besser zu befahren sind. Das wird sich die Stadtbaumeisterin noch anschauen.

Die gesamte Planung liegt schon beim Vermessungsamt, beim Landesamt für Denkmalpflege und bei allen anderen Stellen, die sich dazu äußern wollen oder sollen. Im kommenden Jahr könnte die Baumaßnahme über die Bühne gehen. Was vor allem Seniorenreferentin Friederike Kayser-Büker freute, die sich bei Bauamt und Bürgermeister für die "unglaubliche Hartnäckigkeit" bedankte, die diese bei den Verhandlungen mit dem Straßenbauamt in Sachen Ampel an den Tag legten.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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