Hinter den Kulissen bei Dinzler

Irschenberg - Einen interessanten Einblick in die Welt einer Kaffeerösterei gewährte die Firma Dinzler am Irschenberg vielen Wirten aus drei Landkreisen.

Seit dem Jahr 2000 ist die Kaffeerösterei in Rosenheim ansässig. Vorher war die von Otto Dinzler im Jahr 1954 in Bischofswiesen gegründete Firma als Lebensmittelgeschäft und Kaffeerösterei rund um Bad Reichenhall tätig. In Rosenheim wurde vor gut zehn Jahren in einem ehemaligen Steinmetzbetrieb eine Kaffeerösterei und ein Service mit Kuchen der Familie Richter begonnen.

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2004 wurde dann ein zweiter Rosenheimer Betrieb in der Kunstmühle eröffnet. Die bislang größte Herausforderung war und ist – wie Thomas Steinke als Mann der ersten Stunde und nunmehriger Geschäftsführer und Kaffeeröster bei Dinzler in seinen Erläuterungen sagte – der Bau des Betriebs am Irschenberg und in Autobahnnähe. Das Bauwerk umfasst rund 5.000 Quadratmeter und verlangte Investitionen von rund 16 Millionen Euro.

Die Kaffeerösterei mit Gastronomiebetrieb beschäftigt 170 Personen, bietet einen Betriebskindergarten, um auch Müttern einen Arbeitsplatz geben zu können, und hat sowohl innen als auch außen 320 Sitzplätze. Für das Unternehmen spiele auch beim Kaffeekauf der soziale Aspekt eine große Rolle.

Faire Preise, soweit wie möglich ein Einkauf bei den Bauern in Tansania und Kolumbien direkt und ein enger Kontakt zu den Entwicklungshelfern sind ein hohes Anliegen des Unternehmen Dinzler, das derzeit 25 Kaffee-Mischungen im Angebot hat. Die Produktion der Rösterei hat sich im Laufe der Jahre von 36 auf 500 Tonnen im Jahr gesteigert.

Nach einer Führung durch die Rösterei informierte Kreisvorsitzender Franz Bergmüller vom Hotel- und Gaststättenverband Rosenheim die rund 50 Kollegen über Neues aus der Branche. Bedenken äußerte er zu den Überlegungen, im Straßenverkehr die Null-Promille-Grenze einzuführen.

„Dies wäre ein weiterer Dolchstoß für die ländliche Gastronomie“, so Bergmüller, der auch von jüngsten Erfahrungen zum Thema „Hygieneampel“ berichtete. Bei Betriebsbesuchen und Nachfragen stellte er fest, dass ein Haus nur deshalb auf „Gelb“ gestuft wurde, weil ein Ring getragen wurde und weil zwei Tage die Eintragung der Kühltemperatur fehlte. Ein zweiter Betrieb wurde erst gar nicht geprüft, aber trotzdem mit „Gelb“ ins Internet gestellt.

Bergmüller forderte die Wirtinnen und Wirte auf, zum Thema Mehrwertsteuer („Bis 2013 wird sich nichts ändern“) und zu weiteren Anliegen der Gastronomie mit Politikern aller Parteien einen engen Dialog zu pflegen.

Gemeinsam mit seinem Kreisvorsitzenden-Kollegen Andreas Büscher von der BHG-Kreisstelle Miesbach bedankte sich Bergmüller bei der Firma Dinzler für die freundliche Aufnahme und für die offenen Informationen.

Quelle: rosenheim24.de

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