Hochwasser hinterlässt Zufriedenheit und Sand

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Was vom Einsatz übrig blieb... war ein vergessener Helm im Keller des Brucktores.

Wasserburg - Etwas Sand im Brucktorkeller und viele zufriedene Mienen, das ist es, was vom Innhochwasser übrig blieb.

"Es hat eigentlich alles bestens funktioniert", so das zufriedene Fazit von Thomas Rothmaier, Sprecher der Wasserburger Feuerwehr, ein paar Tage nach dem Hochwasser am Feiertag. Die Einschränkung "eigentlich" bezieht sich darauf, dass die Internetseite des Hochwassernachrichtendienstes am Donnerstagmorgen zusammenbrach, darüber weder Pegelmeldungen noch Warnstufen zu erfahren waren. Das aber ist Sache des Landesamtes für Umwelt.

Der Wasserburger Hochwassereinsatzplan, nach dem Augusthochwasser 2005 von den beiden Feuerwehren im Stadtgebiet, der Stadtverwaltung, der Wasserwacht und dem Wasserwirtschaftsamt ausgearbeitet, der bestand seine Feuertaufe.

Die Sandsack-Abfüllanlage im Bauhof war in kürzester Zeit aufgebaut und mit einem Bulldog verbunden, der sie antreibt. Die Feuerwehr Attel-Reitmehring übernahm die Logistik, sah zu, dass die gefüllten Sandsäcke - die Anlage schafft einige Hundert in der Stunde - dahin kamen, wo sie gebraucht wurden. Da waren auch die Abschnittsleiter, erstmals im Einsatz, gefragt. Die Stadt ist für den Fall des Hochwassers in diverse Abschnitte eingeteilt, so Rothmaier, die jeweiligen Abschnittsleiter haben am Damm, an der Wuhr oder wo auch immer das Kommando und halten die Verbindung in die Einsatzzentrale im Feuerwehrhaus.

Diese bestand ihren Härtetest ebenfalls zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Genauso wie die Binnenentwässerung des Inndammes, die ihren Dienst tat - und wie vorgesehen regelmäßig kontrolliert wurde, um im Notfall rechtzeitig zusätzlich abpumpen zu können.

Die Bauhofmitarbeiter reihten sich effektiv und problemlos in die Einsatzkette ein. "Die Dammbalken, die den Damm noch erhöhen, die waren richtig schnell aufgebaut", so Rothmaier über die gelungene Premiere.

Versagt hatte, wie berichtet, die Pumpe im Keller des just sanierten Brucktorensembles. Schäden gab es dadurch keine, "aber der Inn hat da natürlich Sand hinterlassen." Die Pumpe, bei der ein Teil verkeilt war, wurde gleich am Montag repariert, sollte jetzt auch funktionieren.

"Funktioniert" hat das Zusammenspiel mit der Bevölkerung, da stand keiner gaffend herum, behinderte die Arbeiten. Im Gegenteil: Das Team der Markthalle stärkte die Einsätzkräfte mit Kaffee und Brezen.

Kuriosität am Rande: Für Juli hatte die Feuerwehrführung eine große Hochwasserübung geplant. "Die habe ich heute morgen abgesagt", lacht Rothmaier, "die ist im Echtbetrieb gelaufen."

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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