Hoffnung auf bessere Busanbindung

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Wasserburg - Voraussichtlich ab Sommer können die Bewohner der Antoniussiedlung in Reitmehring auf eine Verbesserung bei der Busanbindung hoffen.

Das Thema war bei der Bürgerversammlung aufgekommen, ein entsprechender Antrag wurde jetzt im Hauptausschuss behandelt: Die Bewohner der Antoniussiedlung und von Reitmehring-Süd - Reitmehring-Referent Josef Baumann sprach von 700 - müssen bis zum Bahnhof gehen, wenn sie mit dem Stadtbus fahren wollen. Ansonsten gibt es werktags nur vier Buspaare, die von und nach Rosenheim durch Reitmehring fahren und genutzt werden können.

Dass es den beantragten Stadtbus-Anschluss wohl nicht geben wird, das hatte sich bereits abgezeichnet. Es wurde nun von der Stadtverwaltung ausführlich begründet. Ein "Schlenker" des Stadtbusses über Reitmehring-Süd würde 2,5 Kilometer zusätzlich bedeuten, dazu zweimal Linksabbiegen und den Stau vor der Bahnschranke in Reitmehring. Das sei im Stundentakt einfach nicht mehr zu schaffen. "Wir haben jetzt schon laufend Verspätung", so Bürgermeister Michael Kölbl. Der entscheidende Bahnanschluss wäre in Gefahr.

Dazu komme, dass die jetzige Wartezeit am Bahnhof in Reitmehring eigentlich die vorgeschriebene Pause für die Busfahrer sei. Der Zeitrahmen sei einfach zu knapp, derzeit würden schon Haltestellen im Burgerfeld häufig nur auf dem Rück-, nicht auf dem Hinweg angefahren, um Zeit einzusparen. Eine unabhängige Zusatzschleife über Reitmehring habe ebenfalls das Problem des Staus auf der B 304.

Selbst wenn man überlege, andere Haltestellen wieder zu schließen, wie es Oliver Winter (CSU) kurz vorschlug, bringe das nicht die benötigte Zeit. Andreas Hiebl, Stadtbus-Bearbeiter in der Verwaltung, wies außerdem darauf hin, dass das Haltestellennetz für einen Stadtbus eigentlich jetzt schon zu weitmaschig sei.

Der einzige Vorschlag der Verwaltung ist, den Bus von und nach Rosenheim zu verstärken, und zwar von derzeit vier auf dann sieben oder acht Buspaare werktags. Damit könnte dann auch Attel häufiger angefahren werden. Im Moment verhandle man mit der Regionalverkehr Oberbayern GmbH darüber, diese Verdichtung nach den Sommerferien einzuplanen. Die Kosten sind noch unklar, 10 000 Euro sind im Haushalt dafür vorgesehen.

"Das klingt schon anders", freute sich Josef Baumann über das positive Zwischenergebnis nach der anfangs als schroff empfundenen Ablehnung. Sollte der RVO zur Verstärkung nicht bereit sein, müsse man aber auch darüber reden, dass die Konzession für diese Linie abgetreten werde. Die hat nämlich ausschließlich der RVO.

Positiv überrascht waren bei der Beratung anwesende Reitmehringer über den Hinweis von Bürgermeister Michael Kölbl auf den Senioren-Fahrdienst der Heiliggeist-Spitalstiftung für alle Wasserburger. Der komme auf Abruf, und wenn sich zwei zusammentäten, sei er sogar billiger als der Bus. "Und er fährt sie, wohin sie wollen - und zurück" für vier Euro pro angefangene Stunde. Den Seniorenbegriff lege man großzügig aus: "ab 50". Die Telefonnummer für Anforderungen ist 1 05 14.

koe/Wasserburger-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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