Bischof Monsenor José Figueroa Gmez zu Gast in Schnaitsee

Hoher Besuch aus Kolumbien

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Richard Hellmeier führte Bischof Figueroa Gmes zusammen mit Pater Georg Schachner, der auch als Dolmetscher fungierte, sowie Dritten Bürgermeister Thomas Schmidinger und Pfarrer Georg Schinagl (von rechts) durch die Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt".

Schnaitsee - Hoher und sympathischer Besuch weilt in der Pfarrei. Der kolumbianische Bischof Monsenor José Figueroa Gmez kam nach seinen offiziellen Terminen zu ein paar Urlaubstagen in die Heimat von Pater Georg Schachner, der seit 1952 in Kolumbien wirkt.

Im Rathaus begrüßten dritter Bürgermeister Thomas Schmidinger sowie Pfarrer Georg Schinagl und der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Richard Hellmeier den Bischof der Diözese Granada-Meta. Schmidinger stellte die Gemeinde vor und überreichte einen Korb mit heimische Spezialitäten. Im Gespräch ging der Bischof auf die Probleme seines Landes ein. "Die ständigen Menschenrechtsverletzungen sind sehr schlimm und verursachen große Sorgen. Da wir einen sehr hohen Anteil an Katholiken haben, werden die Priester und die Kirche respektiert. Aber mehr nicht. Sie lassen uns zumindest unbehelligt zum Wohle des Volkes arbeiten."

Der Bischof zog auch ein kleines Resümee seines Deutschlandbesuches: "Wir konnten eine große Sorge um Kolumbien feststellen. Die Regierung und das Volk geben wollen helfen. Jetzt freue mich auf schöne Tage in der Heimat von Pater Jorge Schachner."

Eine kleine Episode erzählte Pater Schachner: "Da es in Kolumbien keine Kirchenglocken gibt, haben wir uns eine Aufnahme des Glockengeläuts der Kirchensurer Kirche beschafft, das jetzt täglich in meiner Pfarrei zu hören ist."

Bei der Kirchenführung erläuterte Hellmeier nicht nur die Pfarrkirche, sondern auch die Elisabeth- und die Sankt-Anna-Kirche. Vor dem Kirchenportal strahlte Pater Schachner: "Es ist immer wieder ein erhebendes Gefühl, wenn man seine Taufkirche betritt."

Der Bischof hat sich für seinen Aufenthalt in Schnaitsee viel vorgenommen. Nach seiner Ankunft feierte er Gottesdienste in Stadlern sowie in Waldhausen. Am Freitagabend wohnte er dem Festgottesdienst der Erstkommunionkinder bei. Am heutigen Samstag besucht er die Taufkirche des Papstes in Marktl. Am Nachmittag steht der Chiemsee auf dem Programm. Bei der Messe am Samstagabend geht die Kollekte zugunsten der Projekte in Kolumbien. Am Pfingstsonntag zelebriert er den Gottesdienst in Schnaitsee. Am Pfingstmontag segnet er um 12.45 Uhr in Waldhausen die Teilnehmer einer Radtour des Heimatvereins, bevor er am frühen Dienstagmorgen in seine Heimat aufbricht. ju

Quelle: rosenheim24.de

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