Notfallseelsorger kümmerte sich um die Kinder

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Albaching - Im beschaulichen Ort wurde am Freitag die Leiche einer getöteten Frau gefunden. Die Kinder kamen wohl gerade aus der Schule, als die Polizei bereits in der Wohnung war.

Am Freitagnachmittag wurde in Albaching eine Frau tot in ihrer Wohnung gefunden. Eine Gewalttat. Verdächtig ist der Ehemann (68).

Franz Xaver Sanftl, erster Bürgermeister von Albaching

"Nachdem die Bürgerinnen und Bürger von den schrecklichen Nachrichten erfahren hatten, war die Betroffenheit natürlich groß", so Franz Xaver Sanftl, erster Bürgermeister von Albaching gegenüber rosenheim24.

Die Polizei informierte Bürgermeister Sanftl über die Nachricht, die das Dorf erschütterte.

Rosenheim24.de erfuhr in Albaching, dass sich der 68-Jährige Tatverdächtige im Laufe der Jahre immer mehr aus dem Dorfleben zurückgezogen habe. Er galt wie erwähnt nicht nur als jährzornig, sondern auch als eifersüchtig.

"Ich habe die Frau und den Tatverdächtigen nicht sehr gut gekannt", sagt Sanftl. "Ich kannte die beiden eigentlich nur vom sehen. Ich habe mich aber auch schon einmal mit dem mutmaßlichen Täter unterhalten, da ging es um Grundstücksangelegenheiten. Er ist mir da nicht jähzornig oder besonders aggressiv vorgekommen. Ich habe ihn nicht besonders auffällig erlebt. Eine solche Tat hätte ich ihm nicht zugetraut."

Notfallseelsorger kümmerte sich um die Kinder

Notfallseelsorger (Symbolbild)

Die beiden Kinder des Ehepaares, die in die Ehe "mitgebracht" wurden, kamen wohl gerade aus der Schule, als die Polizei bereits in der Tatort-Wohnung war. Sie wurden zusammen mit dem leiblichen Sohn (3) von einem Notfallseelsorger und Nachbarn betreut. "Den Kindern ging es natürlich sehr schlecht, als sie erfuhren, was passiert war", so der Notfallseelsorger. "Wir haben versucht, ihnen einen Halt zu geben, damit sie wissen, dass sie in dieser schweren Zeit nicht alleine gelassen werden."Auch für den Notfallseelsorger ist es nicht einfach, mit derartig schlimmen Situationen umzugehen. "Ich habe zwar schon viele schwierige Situationen erlebt, aber man kann das nicht einfach abschütteln. Man versucht zwar, sich eine Art "Schutzschild" aufzubauen, aber vergessen kann man so etwas nicht", so der Notfallseelsorger gegenüber rosenheim24.

Die Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei läuft derzeit auf Hochtouren.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Barth

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