24. Inndammfest lockte viele Besucher

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Beste Stimmung bis weit in die Nacht am Inndamm.

Wasserburg - Herrliches Sommerwetter, ein buntes Rahmenprogramm und altbewährte kulinarische Spezialitäten lockten am Samstag zahlreiche Besucher zum 24. Inndammfest.

Waren es in den Nachmittagsstunden noch hauptsächlich Familien, die einen Streifzug über das Fest unternahmen, füllten sich die bunt beleuchteten Wege auf dem Damm im Laufe des Abends beständig.

Dabei: Die Stadtkapelle

Der Nachwuchs vom GTEV "Almrausch" Wasserburg führte Trachtentänze auf und zu volkstümlicher Musik ließen sich Steckerlfische genießen. Auf dem Sportgelände warteten eine Hüpfburg und ein Torwand-schießen auf junge Besucher, während sich ihre Eltern deftige Schmankerl vom Grill schmecken ließen oder gemütlich bei Kaffee und Kuchen zusammensaßen. Beim Kinderschminken waren erfahrungsgemäß wieder meist Mädchen, die dann oftmals als bunte (Wild-)Katzen über das Fest stolzierten.

Die Bergwacht bot zusammen mit dem Alpenverein wieder die Möglichkeit, einmal die große Kletterwand an der Realschule auszuprobieren. Ausgerüstet mit speziellen Kletterschuhen und einem Klettergurt wagten sich zahlreiche Kinder unter den gespannten Augen vieler Zuschauer an das Abenteuer. So auch die sechsjährige Leonie Lechner, die ihren ganzen Mut zusammennahm und sich langsam in luftige Höhen hangelte. Am Ende zwar mit leicht wackligen Füßen, aber unter großem Lob der Betreuer von der Bergwacht wieder zurück auf festem Boden, stand für sie fest: "Das war echt total cool."

Inndammfest in Wasserburg - Die Bilder

Und tanzende Trachtler.

Am Stand der Stadtkapelle erfreuten sich die Gäste an zünftiger Blasmusik und ließen sich ihr frisches Bier direkt vom Fass zapfen. Die Wasserburger Feuerwehr-Oldtimerfreunde boten neben Grillfleisch auch Fischsemmeln an und hatten für die zu spät Gekommenen bereits früh am Abend eine schlechte Nachricht: "Unsere Essigknödel sind leider ausverkauft." Dennoch kamen die Anhänger von Gaumenfreuden nicht zu kurz. An den verschiedenen Stationen gab es Klassiker wie Grillhendl, Pizza oder Currywurst, aber auch Schaschlik, Kaiserschmarrn, Räucherfisch und so manche süße Leckerei.

Waren an einem Stand schon alle Plätze besetzt, rückte man einfach enger zusammen, wurde noch ein zusätzlicher Tisch aufgestellt. Oder es bildete sich ein großer Kreis um ein knisterndes Lagerfeuer und man lauschte "Jockel" und "Schurle" aus Wasserburg, die mit ihren Gitarren mehr als nur einen Hauch von Zeltlagerromantik erzeugten.

Lorenz Taubmann aus Lindau an der Isar war bereits das 15. Jahr in Folge mit seinem Verkaufsstand auf dem Inndammfest vertreten und bot gebrannte Mandeln, Schmalzgebäck und Apfelkücherl an. Außerdem betrieb er ein kleines nostalgisches Dampfkarussell und an seinem Glücksrad gab es Plüschtiere und kleine Überraschungen zu gewinnen. "Ich war früher auch auf dem Christkindlmarkt und fühle mich längst als Wasserburger", erzählte er. Das Geheimnis der Beliebtheit der gebrannten Mandeln liege seit jeher in der richtigen Zubereitung und dem perfekten Geschmack. So achte er auf die richtige Qualität und verwende zusätzlich zu Wasser, Zimt und Vanille nicht ganz so viel Zucker. Und dieses Rezept erschien nach erfolgter Kostprobe definitiv gelungen.

Ein weiterer Programmhöhepunkt wie immer: die kostenlosen Bootsfahrten der Wasserwachten aus Wasserburg und Bad Aibling. Hier bildeten sich lange Warteschlangen vor der Anlegestelle, was angesichts spektakulärer Wendemanöver und dem ganz besonderen Ambiente in der einsetzenden Dämmerung gerne in Kauf genommen wurde.

Die fröhliche und friedliche Stimmung auf dem Inndammfest, gepaart mit dem bunten Drumherum, lockte auch wieder viele Besucher aus weiter entfernten Orten nach Wasserburg. "Euer Fest ist den Leuten ja auch noch im Umkreis von 50 Kilometern ein Begriff und wir kommen jedes Jahr gerne", berichtete eine Ehepaar aus München.

Und wer sich an diesem lauen Sommerabend schließlich beim gemütlichen Zusammensitzen am Wasser unter wolkenlosem Himmel vom traumhaften Sonnenuntergang verzaubern ließ und dabei dem sanften Wellenschlag des Inns lauschte, der konnte mit seinen Gedanken allzu leicht in die Ferne schweifen und sich in einem südländischen Urlaubsdomizil wähnen.

reg/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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